Heikes Blog
Kochzeilen

Grumbeersupp mit Quetschekuche

Pälzer Grumbeere. Holt man in der Pfalz, logisch, so macht man das hier,
am Rand der Kurpfalz, der Pfalz seit jeher verbunden und in der Lebensart
ganz ähnlich. Und auch die Bräuche gleichen sich, denn Zwetschgenkuchen
zur Kartoffelsuppe gibt’s wohl nur hier, im Land der leichten Weine…
Ganz selbstverständlich auch, bis rüber ins Schwäbische sogar, praktisch
gedacht einfach zu erhaltendes Eiweiß, für Fastenzeiten nicht Fisch
nicht Fleisch, kriechend an jeder Ecke, oft in Massen:
Die Weinbergschnecke.
Schwäbische Austern, die wir als Kinder sogar noch gegen Geld gesammelt
haben. Nun nicht mehr, nun halte ich meine Population im Garten liebevoll
am Leben und freue mich an den gutmütigen Symbolen der Langsamkeit.

All das wollt ich also kombinieren für den Suppengang zum Projekt
“…in vier Gängen”, im Monat der Kartoffel.
Doch wohin mit der Schnecke, so dekorativ schaut sie als Einlage in der Suppe
doch nicht aus und die Häuschen sind zwar hübsch, aber sehr unpraktisch
und mit dem Löffel erst recht.
Kleine Champignons waren die Lösung, gefüllt mit einer Farce aus gedünsteten
Pilzstielen, Schalotten, Majoran, Semmelbröseln und Schmand, darin kleine
Stücke der Schnecken versteckt und im Ofen gebacken.
Dazu ein Grisini aus salzigem Hefeteig mit Tupfen von Zwetschgenmus und
Schmand.
Die Kartoffelsuppe so schlicht, wie ich sie liebe, nur aus Kartoffeln, Salz,
Wasser, Milch und Majoran.

Kartoffelsuppe Weinbergschnecken Champignons Zwetschgenkuchen

Heimatliche Hausmannskost in neuem Gewand.
Ich bin’s zufrieden.




23Sep 13 10

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Turbohopfenlikör

Wochen ist’s schon her, dass ich draussen beim Pflücken der ersten
Zwetschgen eine Stelle im Gebüsch entdeckte, die zugewuchert war
von hübsch hellgrünen Hopfenblüten.
Oh!
Was kann man damit nur anstellen?
Dacht’s und fand nichts auf die Schnelle, beschloss, nächstes Frühjahr
halt die jungen Triebe zu ernten und vergaß.
Doch kurz vorm großen Regen dann warf Turbohausfrau Susi so nebenbei
das Stichwort aus:
Likör!
Jawoll, Likör! Das wollt ich machen und wartete geduldig eine Woche und
noch eine, weil bei bitterlichem Regen ernten ist so blöd.
Gestern endlich, Korb und Schere dabei, Hund an der Leine, die Sonne
schien vom stahlblauen Herbsthimmel und die Gummistiefel wuhpten im Takt:
Ob ich überhaupt noch welche finden würde?
Sie warteten, die Braven und nur kurz stutzte ich:
Dieser Geruch…woher…?
Egal jetzt, der Korb sollte gefüllt werden.

Hopfen Likör

Zupfen zuhause, attraktiv in der Küche verteilen, Fotos und wieder dieser
Geruch, dieser Geruch?
Cannabis! Das war’s! Wieso zum Teufel riecht das Zeug nach Cannabis?
Nase kaputt oder was ist da los? Meine Hände fingen an zu kleben; rochen,
als hätte ich grad ein afghanisches Hanffeld geplündert…

Hopfen (Humulus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Wikipedia gab mir das Vertrauen in meinen Geruchssinn wieder!

Hopfen Likör

Die Ungeduld war zu groß, ich konnte nicht auf Susis Rezept warten und so
ergossen sich drei Flaschen Wodka über das Teufelszeug.
Danke du Liebe, für diese Anregung, ich werde berichten!
Falls ich nach Susis Beschreibung der Wirkung dazu noch in der Lage bin…

Hopfen hat übrigens beruhigende Wirkung. Wenn ich spät abends noch aufgedreht bin,
hilft ein Stamperl von dem Likör wunderbar und ich werde bettschwer.




13Sep 13 23

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Kochzeilen

“Ach ein Blog? Wie heisst es denn?”
“Heikes Blog”
“Aha…”

Veränderungen stehen an.
Dieses Blog Heikes Blog zu nennen, entstand aus der ungünstigen Umständen
geschuldeten Notlage, dass meine statische Webseite länger offline war, als
zunächst geplant.
Dort gab es schon Heikes Galerie und Heikes Rezepte, so dass Heikes Blog
nur eine logische Fortführung war.
Noch ungünstigere Umstände folgten und so kam diese Webseite nie mehr
online, das Blog etablierte sich überraschend gut und …
ihr kennt das:
nichts hält länger als eine provisorische Lösung.
Ganz glücklich war ich damit nie.

Natürlich wird es auch weiterhin mein, also Heikes Blog bleiben.
Aber es soll ein plakativerer, prägnanterer Begriff zusätzlich etabliert werden,
der meine Lust an der Zeilenkunst darstellt:

Kochzeilen

Ich bin mir noch gar nicht sicher, wie ich das mit der Facebook-Fanseite nun
handhabe, oder welche Auswirkungen auf irgendwelche Rankings und all dies
Zeug das hat, aber irgendwie fühlt es sich richtiger an.

Super wäre, wenn möglichst viele zukünftig direkt auf
http://www.kochzeilen.de
zugriffen, aber auch die alte Adresse bleibt noch lange bestehen.
Abonnieren über
http://kochzeilen.de/feed/
funktioniert natürlich ebenso wie das Abo für die alte Feed-Adresse.

Seid ihr einverstanden?
Oder verrenn’ ich mich da grad in was?




11Sep 13 14

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Auf nach Essen!

348km also. Einfach.
Im 14 Jahre alten Seat Ibiza.
Ohne Navi natürlich, dafür mit Casettendeck und Zigarettenanzünder.
Auf was hab ich mich da nur wieder eingelassen?
Aber ich wollte es ja nicht anders, der Grillkurs mit Nelson Müller
war einfach zu verlockend. Und dass ich am nächsten Tag schon früh
wieder einen Termin in der Heimat hatte, war schließlich auch nur
meiner eigenen Organisationsschlampigkeit geschuldet.

Einfahrt nach Essen. Ein erstes Ortschild führt direkt in einen Wald.
Sympathisch!
Der Lieferwagen vor mir hat hoffentlich gerade Feierabend, denn ein
Aufkleber verkündet, dass seine Firma in der gleichen Straße sitzt wie
die Kochschule. Hat er! Wer braucht schon ein Navi, wenn er genug Glück hat?

Männer umzingeln Grills, vertieft in Fachgespräche.
Grillen, die letzte Männerbastion! Feuer und Rauch, Archaik pur.
Fast.
Schnittchen und Champagner werden gereicht und vereinzelte Frauen
durchbrechen die Einheit.

Nelson Müller begrüßt, ihm folgen Wolfgang Otto von Otto-Gourmet, ein Grillmeister
von Weber-Grill und eine charmante Dame von Braufactum. Das Menü sollte von
Craft Bieren anstelle von Wein begleitet werden.

In der Küche dann die Vorstellung des Menüs, der Fleischsorten und eine Einführung
in die Zerlegetechnicken. Dann dürfen die Teilnehmer ran. Lammrücken werden zerlegt
und Schwarzfederhühner, Couscous bereitet, Kartoffeln gehöhlt, Artischocken geputzt.

Nelson Müller verabschiedet sich, muss in die Schote, will aber wieder kommen.
Seine jungen Köche leisten hochwertigen Ersatz, ihre Augen sind überall, sie greifen
helfend und freundlich ein, erklären charmant und unaufgeregt.
Das Anrichten der einzelnen Speisen übernehmen sie komplett.
Die Fotos danken ihnen.

Zwischen zwei der Gänge wird eine Querverkostung verschiedener Ribeyes eingeschoben.
Wolfgang Otto zeigt eindrucksvoll, wie viel Liebe und Wertschätzung er seinen
Produkten entgegen bringt. Diese perfekt gegrillten Steaks, ganz pur und nur mit
wenig Murray River Salz gewürzt waren allein schon ein Highlight!

Wieder zurück an die große Tafel, die nächsten Gänge folgen schon und stimmig
passen die Craft Biere zu jedem einzelnen auf den Punkt.
Spät wird es, es ist Dienstag, fast Mittwoch schon. Die ersten Teilnehmer
verabschieden sich, ohne vom auf Trockeneis gefrostetem Käsekucheneis und den
gegrillten Früchten zu probieren.
Letzte kurze Gespräche mit den Köchen und Referenten.
Müller hat es leider nicht mehr zu uns geschafft.
Ein schneller Kaffee noch und mein Seat bringt mich wieder nach Hause.
348km weit.

Menüfolge:
Schwarzfederhuhn mit Ratatouille und Sauce Rouille
Lammrücken aus dem Limousin mit Cous-Cous-Salat und Auberginenröllchen
Striploin vom US-Beef mit Maispüree und Bonesucking Sauce
Lackiertes Pluma vom Iberico Landschwein mit 2erlei Blumenkohl
Nicht in der Menükarte: Flank mit Artischocken und gefüllten Kartoffeln, Dessert.




01Sep 13 17

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Für mich allein: Fenchel!

Das Arschloch unter den Gemüsen.
Man hasst ihn oder man liebt ihn, dazwischen gibt es nichts.
Und so stehe auch ich völlig allein mit meiner Liebe und warte voll Vorfreude
auf Tage, an denen ich alleine bin, hole ihn aus seinem kühlen Wartezimmer
und drücke ihn verstohlen ans Herz:
Ach Fenchel du, hast’s ja nicht leicht!

Einfach muss es sein, nur nicht zuviel Aufwand so für mich allein und
überhaupt: Ich steh ja eh auf Gemüse auf dem Ofen.

Eine kleine Aubergine würfeln und einzwei sommerreife Tomaten, eine
rote Zwiebel und den Fenchel in Scheiben schneiden, Zitronen in Achtel,
Knoblauchzehen bleiben einfach in der Haut.
Ein Teelöffel Fenchelsaat wird gemörsert und mit Salz und kräftigem Olivenöl
zum Gemüse gemischt und ach, da hab ich ja noch so feine Kamalate Oliven,
nur in Öl und Oregano und Salz eingelegt: Perfekt!
Ab in den Ofen, 200°C und backen bis gar. Vielleicht mal wenden unterwegs.
Schnell noch Fenchelgrün drüber und schon steht sie da, die Fenchelschüssel
nur für mich!

Fenchel Aubergine Tomate Backofen

Reste natürlich, macht aber gar nichts!
Einfach ein paar Brotwürfel in Olivenöl mit Salz knusprig braten und mit
dem Gemüse, dem gefenchelten Öl und dem Zitronensaft mischen und gleich
nochmal glücklich sein, dass niemand mir den Teller streitig macht.

Fenchel Aubergine Tomate Backofen

Ach Fenchel du, was lieb ich dich!

Jetzt hab ich überhaupt kein Wasser benutzt zum Kochen, aber einfache,
leichte Sommerküche ist’s auf jeden Fall und so bekommt auch Uwe seinen
Fenchel ab, für sein Blogevent “Wir kochen alle nur mit Wasser“.

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser




24Aug 13 10

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… in vier Gängen:
Tomate – Die Vorspeise

Ein Produkt interpretiert in 4 Gängen, so ist das von Steffen Sinzinger
initierte Event beschrieben, bei dem jeweils ein Produkt in vier Gängen
von vier Personen verarbeitet wird. Sehr spannend, was da bisher zustande
gekommen ist, ein wirklich gelungener Rundumblick!

Aber da musste ich erst mal in mich gehen, als Steffen mich fragte,
ob ich kurzfristig beim Thema Tomate einspringen könne – hat die
Tomate für mich doch immer einen recht rustikalen Charakter.
Doch dann kam mir Fenchel in den Sinn, der stark genug ist, um
gegen die Tomate zu bestehen und zu beidem wiederrum passt
hervorragend der weiche, fast süße Geschmack der Garnele.
Auf ans Werk!

Tomate Garnele Fenchel Shisokresse

Keine wirklichen Rezepte, ihr kennt das schon, nur eine Beschreibung,
von Mitte oben im Uhrzeigersinn:

Tartar von Garnele, bunten Tomaten, Shiso-Kresse, Zitronensaft, milden
roten Chiliringen, etwas Öl, Salz und Fenchelsaat.
In Butter gebräunte, geviertelte Polentanocke.
Blacktiger, mit Chiliflocken gebraten. Der Schwanz.
Panna Cotta aus geklärtem Tomaten-Fenchel-Saft.
Blacktiger. Halbierte Stücke.
Darunter eine Farce aus Zucchini, gelben Tomaten, Eigelb, Salz,
Knoblauch, Kreuzkümmel.
Gelbe Tomate, gehäutet und in Safranöl confiert.
Dazu Fenchelgrün, Shiso-Kresse und Zucchini-Konfetti.

Ein Angeberteller, ich weiss…
Aber durch die in der Hauptsache kalten Komponenten lässt es
sich auch gut für eine Handvoll Leute so anrichten.
Je öfter ich mich solchen Herausforderungen stelle, desto
leichter fällt es mir.
Als nächstes kommt aber wieder was normales, versprochen!




16Aug 13 12

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Beef im Vergleich

Seit zwei Wochen drücke ich mich schon davor, über den Test des
Irish Beef zu berichten, das mir ebendafür zur Verfügung gestellt wurde.
Was leider daran liegt, dass ich nicht wirklich überzeugt war von der
Qualität: Ribeyes und Rumpsteaks kamen mir gar nicht trocken abgehangen
vor, waren sehr schwach in der Struktur und schlecht geschnitten. Verloren
sowohl beim Auftauen wie auch nach dem Grillen unglaublich viel Wasser und
die Ribeyes hatten zudem noch deutlichen Hautgout.
Die T-Bones waren einwandfrei.
Auf dem Teller dann zeigten sich alle Steaks trotzdem prächtig, butterzart
und auch die Weide kam im wohlreifen Geschmack deutlich hervor.

Hier drei mal Hochrippe: Irish Beef, Hohenlohisches Rind vom Metzger Ohr und
zu Versuchszwecken gekauftes vom Rewe. Alle dry aged, die ersten beiden
gefroren und sanft aufgetaut. Den Unterschied in der Struktur sieht man deutlich.

Nach dem Grillen:
Alle wurden exakt gleich behandelt. Das irische verlor schon vor dem Anschneiden
massiv Fleischsaft. Geschmacklich war an keinem was auszusetzen, und alle waren
zart und trotzdem mit Biss. Das Rewe-Fleisch war jedoch am wenigsten intensiv und
hier kam auch der Geschmack des Fetts nicht durch.

Testesser.
Kommentar dazu auf Facebook:
“Ich liebe es, jungen Leuten beim Fleisch essen zuzusehen. Das macht glücklich.”
Da ist was dran :)
Alles in allem waren wir uns einig, dass das Fleisch von René Ohr direkt aus dem
Nachbarort das beste war. Was für ein Glück! Kurze Wege sind mir ja eh die liebsten.

Wär das also geklärt, nun die Beilagen:
Drei Rezepte aus dem mir zur Rezension überlassenen Exemplar “Mein Grillbuch”
von Lisa Lemke
haben mich besonders angesprochen und alle wird es noch öfter geben:
Wassermelone mit roten Zwiebeln, Koriander und Rauchsalz (anstatt Liquids Smoke
wie im Buch), eine grüne Salsa aus grünem Apfel, Staudensellerie, grünen Chili
und Avocado sowie ein sehr einfaches, dafür aber unwiderstehliches Dessert aus
gegrillten Pfirsichen, Joghurtsauce und Nüssen (hier geröstete Sojakerne).
Insgesamt gefällt mir das Buch recht gut, von Marinaden bis Desserts gibt es
viel zu entdecken, wobei nicht alles gegrillt wird, aber gut dazu passt.
Große Überraschungen gibt es wenig, aber alle Rezepte sind solide und gut
nachzumachen.

Puhh, mein Fleischbedarf ist nun erstmal bis auf weiteres gedeckt.
Wobei, der Claus, der hat doch da so’n Rücken im Bauch….

UPDATE, 4.9.2013:
Auf das Problem des leicht zerfledderten, ansonsten wunderbaren Fleischs von
Otto-Gourmet angesprochen, versicherte mir Wolfgang Otto im persönlichen
Gespräch, dass ihnen das Problem dieser massiven Verpackung bewusst sei und
sie an einer Lösung arbeiteten.




13Aug 13 12

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Ugly V – Outtakes

Meine beiden innigst geliebten Blogkolleginnen zorra und mel suchen
diesen Monat Outtakes aus der Küche, Dinge also, die man besser
aussortiert hätte…
Das nehm ich doch glatt zum Anlass, die Ugly-Food-Einreichungen der
letzten Monate endlich zusammenzufassen.
Und mal ehrlich: Die Ansprüche wachsen offenbar, denn an Hässlichkeit
kann keines der hier gezeigten Gerichte mit dem mithalten, was in den
Ugly-Sammlungen davor so zusammengetragen wurde :)


Pasta con salsiccia e verza von Ariane, Tra dolce ed amaro

"Nach den eher ätherischen Gerichten aus den vergangenen Posts hier nun endlich wieder einmal ein würdiger Vertreter aus der allseits beliebten Reihe "Ugly Food" - deftig, ehrlich, gut!"

Lila Hähnchen von Susanne, facebook

"Ha haaaaa! Ich hab es tatsächlich geschafft, lila Essen zu kochen! Echt ugly food!!! Diese lila Urmöhren sind schuld! Die haben die Kokosmilch und das zarte, weiße Hühnerbrustfleisch lila gefärbt - das mache ich nie wieder - ihhhhgittt"

Kimchi, Schweinefleisch und Kong Biji von missboulette, missboulette

"Schöner hässlicher geht doch nimmer, oder? Farbe und Konsistenz lassen bei genauer Betrachtung der Assoziationskette freien Lauf (man beachte die feinen „Bröckchen“)."

Schweinegulasch von zorra, 1x umrührern bitte aka kochtopf

"Ihr müsst jetzt also dieses unzulängliche ugly Foto vom Gulasch angucken. Wie im richtigen Leben gilt auch hier - Es zählen nicht nur die äusseren Werte…"

Gegrilltes Gemüse und Couscous von Nata, pastasciutta

"Der Sinn der Sache ist natürlich, einem verpatzten Essen am Ende doch noch einen großen Auftritt zu gewähren oder dem Mampf zumindest nicht verkommen zu lassen."

Lasagne von mel, Pimpimella

"Ihr müsst jetzt sehr stark sein, denn das ist nicht schön. Und es liegt nicht am Foto, sondern das Gericht ist einfach hässlich."

Kalbsleberragout von Wolfgang, kaquus Hausmannskost

"Das war zwar nicht so hübsch anzuschauen, doch sehr lecker!"

Lauwarmer Bohnensalat mit Hackbraten von Wilde Henne, Wildes Poulet

"Tja, was soll ich sagen - dumm gelaufen. Die schwarzen Bohnen haben total abgefärbt, so dass die weissen Bohnen nach dem Einweichen total grau waren."

Tja, und als eigenen Beitrag, was soll ich sagen, greif ich halt
auf altbewährtes zurück:
Bratkartoffeln!

Ich lern’s nie…

bratkartoffeln ugly food




06Aug 13 3

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Kampf der Hitze

Kaum Abkühlung heute Nacht.
28,5°C in der Wohnung morgens um 9:00.
Etwas Linderung bringen da feuchte Tücher vor den Fenstern,
eins im Norden, eins im Süden, beide schattig.
Der leichte Luftzug nimmt die Verdunstungskälte
mit in die Wohnung.
Mit einer Blumensprüh die Tücher feucht halten.

Mehr geht heut nicht.
Durchhalten!
Bald ist’s vorbei mit der Mörderhitze.

Nicht wirklich ein Küchentipp, aber die Küche bleibt heute eh kalt…

Blitz-Blog-Event - Die besten Küchentipps (Einsendeschluss 11. August 2013)




02Aug 13 14

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Von und mit Kaffee

Nimm dir doch schon mal ein Stück und dann reden
wir bei einer schönen Tasse Kaffee über Kaffee.

Aprikosen Tartelett Törtchen Kaffee

Eigentlich sollte man ja meinen, die Kolonialzeiten seien schon
lange vorbei. Doch weit gefehlt, der Anbau der für uns so selbst-
verständlichen Dinge wie Gewürze, Kakao, Tee oder eben auch Kaffee
-Kolonialwaren eben- findet dort zum größten Teil noch immer unter
Bedingungen statt, die denen von damals verflixt ähneln.
Und immer noch greifen den großen Gewinn die Konzerne der Industrie-
länder ab, den Produzenten bleibt wenig.
Schon einige Jahrzehnte gibt es nun Bestrebungen von guten Menschen,
diesen Zustand zu ändern. Und so kaufte ich anfangs meinen Kaffee auf
Kirchenmärkten, dann in Dritte-Welt-Läden, die nun Eine-Welt-Läden
heissen und irgendwie war man damit immer ziemlich Öko und abseits
des Mainstreams und ein wenig merkwürdig waren die Menschen dort in
den Läden ja schon…
Mittlerweile haben Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel ihren Weg in die
großen Märkte angetreten, versteckt meist in irgendeiner Ecke und zwischen
Haferkleie und Reiswaffeln 2qm gute Welt im Meer der bunten Industriewaren.
Noch immer also sind fair gehandelte Produkte in eine Nische gedrängt
und dabei sollte es doch eigentlich genau umgekehrt sein.
Aber es tut sich was!
Einer der größten Kaffeeröster, Tschibo nämlich und mit ihm seine in
Österreich vertretene Marke Eduscho setzen in verstärktem
Maß auf Nachhaltigkeit und fairen Handel und möchte dies Schritt für
Schritt weiter ausbauen. Das mögen kleine Schritte sein, doch führen
sie in die richtige Richtung und haben bei einem so bekannten Konzern
noch dazu eine große Wirkung nach aussen.
Also, ihr Konzerne da draussen: Mitmachen!
Für die eine Welt, die bessere Welt!

Aprikosen Tartelett Törtchen Kaffee

Noch ein Stück?

Kleine Bisquits mit Kaffee-Panna cotta, Aprikosen und Zitronenthymian:
Für die Panna cotta 100ml Milch und 100ml Sahne mit 1EL Kaffebohnen und
1EL Zucker (oder mehr, nach Geschmack) aufkochen, 2-3 Zweige Zitronenthymian
dazu geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Während der Bisquit backt:
Absieben, leicht erwärmen und eingeweichte Gelatine nach Packungsanleitung
darin auflösen. Wieder kalt stellen.

Wiener Boden:
4 Eier mit 125g Zucker sehr sehr schaumig schlagen.
10g Kakao (Fair Trade, natürlich…) und 50g flüssige Butter gründlich unterrühren.
100g Mehl und 50g Speisestärke darauf sieben, vorsichtig unterheben, in eine
mit Backpapier ausgelegte Springform geben, glatt streichen und sofort bei
180°C ca. 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen und in der Mitte teilen.
Mit Desserringen 12 Ringe ausstechen.
100g Crème fraîche mit 1TL Puderzucker glattrühren.
6 Bisquitböden in Dessertringe legen, die Crème fraîche darauf verteilen,
einen zweiten Boden darauf setzen. Die leicht angezogene Panna cotta einfüllen
und mindestens eine Stunde kalt stellen.

Die Aprikosen in feine Schnitze schneiden und in Honig mit ein paar Blättchen
Zitronenthymian kurz erwärmen. Abgekühlt auf den Törtchen verteilen.

Dieser Blogpost wurde in freundlicher Zusammenarbeit mit Eduscho erstellt.





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