Heikes Blog
Kochzeilen

hundertachtziggrad

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Der gewünschte Winkel des Horizonts auf Fotos.
Nach Tagen auf See nicht immer einfach.
Madeira
Die Markierung auf meinem Herd.

Die Summe aller Winkel im Dreieck.

Der Name von Freunden:
hundertachtziggrad!

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Orangensand

Nach einem Rezept von Frau Küchenlatein

250g Butter, gebräunt und wieder abgekühlt
250g Zucker (+5EL extra)
400g Mehl
Abrieb von 2 Bio-Orangen
1/2 TL Salz

Die Butter mit den 250g Zucker schaumig rühren, 1/2 des Orangenabriebs und
das Salz dazugeben und das Mehl schnell unterarbeiten.
Zu Rollen (oder dreieckigen Stangen – macht das nicht!!!) formen und in
Klarsichtfolie verpackt über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.
5 EL Zucker mit dem restlichen Orangenabrieb vermischen und über Nacht
trocknen lassen. Dann zu nich zu feinem Staub mixen.
Vom Teig einem scharfen Messer 3mm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit
Backpapier belegtes Blech legen und im Backofen bei

180°

10 Minuten farblos backen.
Noch heiss mit dem Orangenzucker bestreuen.




18Dez 13 30

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Käse, Käse und Brot

Merkwürdig ist das mit unserer Sozialisation.
Vor verfaultem Fisch lauf ich davon, hundertjährige Eier sind
mir ein Graus.
Vergammelte Milch aber kann mir nich laut genug stinken, das saug ich ein,
das inhalier ich, beschmier mich damit, mein Käse, mein Schatz!

Wunderland Frankreich!
Unendliche Käsesorten auf dem kleinsten Markt. Farben, Formen und Gerüche,
die man neu lernen muss und dann lieben lernt und die Käsetheke wird für mich
das, was anderen das Juweliergeschäft.

Doch leb ich hier, im kleinen Ort, Mittwoch und Samstag immerhin ein Käsewagen
auf dem Markt und ich zeig hin und frag nach und sie sagt:
“Camenbert, 60%”,
und ich will wissen, wie er heisst und sie zuckt nur mit den
Schultern und wiederholt:
“Camenbert, 60%”.
So seufz ich nur und zuck ebenfalls die Schultern und ess halt irgendeinen Camenbert,
der ganz gut ist, keine Frage, aber doch weit von weg von meinen Träumen.

Und dann kam Frank und schickte mir ein Käsepaket.
Ein französisches.
Hurra!

Sainte Maure de Touraine
Sainte Maure de Touraine, ein Rohmilchkäse aus Ziegenmilch.
Wenn ich mich recht erinnere, wird dieser Käse bei längerer Lagerung gelb und
sehr intensiv. Erlebten wir nicht…

crottin de chavignol Ossau Iraty
Ossau Iraty: aus roher Schafsmilch, ganz nussig und geschmackvoll, aber nicht scharf.
Crottin de Chavignol, rohe Ziegenmilch. Frisch erstaunlich mild, am Rand aber schon
herrlich pikant.

Tomme de Savoie Brie des Malesherbes
Zwei Käse aus roher Kuhmilch:
Tomme de Savoie, ganz mild-nussig und hat mich sofort an Wiesenkräuter erinnert.
Brie des Malherbes, was für ein wunderbares Beispiel für in Deutschland völlig unbekannte
Käsearten! Ganz eigene Textur und sehr intensiv im Geschmack.

Danke Frank von www.fromagefreres.de für dieses wunderbare Käsepaket!
Es ließ mich für kurze Zeit den Camenbert (60%) etwas vergessen…

Doch nicht genug an Werbung, denn dieses Brot im Hintergrund, Tour de Meule nach
einem Rezept meines guten Freundes schelli konnte nur gebacken werden durch
Geschenke unglaublicher Menschen:
Dem Le Creuset-Bräter von Eva, einfach so per Paket und völlig überraschend geschickt,
danke, du Liebe, du Gedankenleserin!
Dem Manz-Backofen, den schelli mal eben vorbeibrachte und ach hier, hab ich auch
noch französische Mehle für dich, keine Sorge, das ist nicht zuviel, das verbackt
sich, viel Spaß damit, bin wieder weg!
(Du bist ein erheblicher Spinner, schelli, ein ganz erheblicher!)

Er hatte übrigens recht, der 25kg-Sack ist schon halb leer und ich kann nur empfehlen,
dieses Bio-T80-Mehl (www.bongu.de) für rustikale Weizenbrote zu verwenden.
Sowohl mit Sauerteig wie hier als auch mit Hefe hab ich nur beste Erfahrungen gemacht.

Und hey, ich bin Anfänger…




16Dez 13 7

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Fast Food vs. Slow Food

Meine Tochter Jette tritt diesmal als Gastautor auf mit der Biologieprüfung
zum selbstgewählten Thema.

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Fast Food vs. Slow Food

Betrachtung des Werts von Fast Food für den menschlichen Körper im Vergleich zu herkömmlicher Ernährung

Fachinterne Prüfung
Jette

Inhaltsangabe

- Einleitung
- Was ist Fast Food?
- Herkömmliche Ernährung und deren Entwicklung
- Convenience: Fast Food für zuhause
- Slow Food

- Inhaltsstoffe im Vergleich
- Fett
- Kohlenhydrate
- Eiweiß
- Vitamine
- Mineralstoffe
- Ballaststoffe

- Fast Food und Erkrankungen
- Übergewicht (Adipositas)
- Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen

- Alternativen
- Traditionelles Fast Food
- Obst und Gemüse

Einleitung

Fast Food:
Als Fast Food (engl. “schnelles Essen “) bezeichnet man einfache Gerichte, auch Imbisse oder Snacks genannt. Fast Food wird meist “aus der Hand” zu sich genommen und aus Lokalen mit Selbstbedienung bezogen. Soweit wie möglich werden die Bestandteile von Fast Food industriell vorgefertigt, so dass sie bei der Zubereitung nur noch kurz erwärmt, frittiert oder gebraten werden müssen.
Die Unterschiede in den einzelnen Gerichten ergeben sich in der Regel aus der verschiedenen Zusammenstellung der Komponenten (BigMac, Cheeseburger, Whopper, Salami-oder Schinkenpizza).
Typische Produkte für Fast Food:
- Vorgeschnittene Pommes frites
- Tiefgefrorene Hamburger oder Pizzen
- Fertige Industriesaucen

Die Zubereitung des Fast Food soll so wenig Zeit wie möglich benötigen, um viele Kunden schnell bedienen zu können. Ebenso wird Fast Food in der Regel auf die Schnelle verzehrt, oft im stehen oder sogar im gehen.
Je schneller der Kunde das Lokal wieder verlässt, desto mehr Kunden können bedient werden und der finanzielle Gewinn für das Lokal wächst.

Herkömmliche Ernährung und deren Entwicklung:
Über viele Generationen hat sich die gemeinsame Mahlzeit in den Familien entwickelt. Dabei wurden traditionell von einer oder mehreren Personen aus frischen oder selbst haltbar gemachten Produkten möglichst rohen Zustands Gerichte für die ganze Familie bereitet.
Die Zubereitungszeit spielte durch die Arbeitsteilung keine große Rolle, die Zeit zur Nahrungsaufnahme hatte ihren festen Platz im Tagesablauf.

Convenience: Fast Food für zuhause:
Durch die zunehmende Geschwindigkeit unseres Lebens in allen Bereichen (Arbeit, Bewegung, Kommunikation) hat sich auch diese Form der gemeinsamen Mahlzeiten geändert.
Die Familien sind kleiner geworden und meist sind die Eltern berufstätig und müssen die Gerichte für die Familie in kurzer Zeit zubereiten. Der Griff zu Fertig-und Halbfertigprodukten verlockt durch die schnellere Zubereitungszeit.

Slow Food:

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, formierte sich in den letzten Jahren die Bewegung des “Slow Food”, die saisonalen und regionalen Produkten, aus rohen Produkten ohne Zeitdruck und liebevoll selbst zubereitet, neues Gewicht geben möchten.
Diese Methoden werden in der der folgenden Betrachtung als konventionelle, traditionelle oder herkömmliche Ernährungsform bezeichnet.

Inhaltsstoffe im Vergleich:

Fett
Fett ist ein wichtiger Energielieferant, Geschmacksträger und Helfer bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine (A, D, E und K) aus der Nahrung. Fett ist somit ein unentbehrlicher Nährstoff, den der menschliche Körper zum Erhalt seiner Gesundheit benötigt. Nicht direkt verarbeitetes Fett (“Kalorienverbrauch”) wird im Körper gespeichert, bis er als Reserve wieder benötigt wird.
Die Empfehlung für die tägliche Fettaufnahme eines Erwachsenen liegt bei 60-80g Fett/Tag. Allein ein BigMac enthält jedoch schon 25g Fett, ein klassisches “Menü” mit Pommes frites und und Salat etwa 70g. Nicht nur durch den Fettgehalt der Komponenten erreicht Fast Food diese hohen Fettwerte, sondern auch durch das häufig angewendete frittieren und braten der Produkte.
In der traditionellen Zubereitung von Gerichten finden sich in der Regel weniger Fette. Gerade Gemüse enthalten sehr wenig bis gar kein Fett. Auch kommen hier weniger fettintensive Zubereitungsmethoden zur Anwendung (dünsten, kochen).

Ständig erhöhter Fettkonsum begünstigt Übergewicht, in dessen Folge es zu Stoffwechsel-, Herz- und Kreislauferkrankungen kommt.
Schlaganfälle und Herzinfarkte werden durch fetthaltige Speisen und Übergewicht zu einem erheblichen Risiko.

Kohlenhydrate
Kohlenhydraten sind vor allem Zuckerformen: Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Die Mehrfachzucker zum Beispiel aus Getreide und Kartoffeln werden bei der Verdauung in einfachen Zucker (Glukose) umgewandelt, der vom Blut aufgenommen wird und der den Blutzuckerspiegel steuert. Ein fallender Blutzuckerspiegel führt zu Heißhunger. Dies geschieht umso schneller, je einfacher der Zucker im Nahrungsmittel ist. Helles Brot, Pommes frites, Süßwaren enthalten fast ausschließlich Einfachzucker. Diese Produkte stillen zwar den Heißhunger sehr schnell, die Wirkung lässt jedoch schon nach kurzer Zeit wieder nach. Die Folge ist erneute Nahrungsaufnahme trotz vorheriger hoher Kalorienmenge.

In der traditionellen Ernährung finden sich viel häufiger Produkte mit Mehrfachzuckern, für die der Körper länger braucht, um sie aufzunehmen.
Beispiele hierfür sind Nudeln, Reis, Vollkornbrote, Gemüse (vor allem als Rohkost) und Obst. Der Blutzuckerspiegel bleibt länger auf gleichem Niveau und die Heißhungerattacken bleiben aus.

Eiweiß
Eiweiß (Protein) ist ein weiterer wertvoller Nahrungsbestandteil, den wir über viele Nahrungsmittel zu uns nehmen können. Im Körper wandeln sich die Proteine in Aminosäuren, von denen es mehrere (je nach Alter und Gesundheitszustand) gibt, die der Körper dringend benötigt, nicht selbst herstellen kann und die somit zugeführt werden müssen.
Fisch und Fleisch sind sehr hochwertige Quellen für Eiweiß. Aber auch über Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und weiteres kann sich der Körper mit diesen wichtigen Proteinen versorgen.
Der Anteil an Eiweiß aus Fast Food kommt fast ausschließlich über verschiedene Fleischsorten zustande und der Tagesbedarf ist damit schnell gedeckt.
In der herkömmlichen Ernährung kommen viele verschiedene Eiweißlieferanten zum Zuge und bieten dem Körper so eine große Auswahl an den unterschiedlichen und lebensnotwendigen Aminosäuren.

Vitamine
Vitamine sind für unseren Körper lebensnotwendig und können von ihm nur zum Teil selbst hergestellt werden. Die restlichen müssen ihm über die Nahrung zugeführt werden. Die wichtigsten dieser Vitamine sind die Vitamine A, C und E sowie die B-Vitamine.
Vitamine kommen in Fleisch in geringer, in Gemüsen und Obst in großer Menge vor.
Im häufig fleischlastigen, gemüsearmen Fast Food kommen somit Vitamine, außer in Salaten, so gut wie gar nicht vor.
In der konventionellen Ernährung spielen Gemüse und Obst eine sehr viel wichtigere Rolle und die verschiedenen, lebensnotwendigen Vitamine werden dem Körper zur Verfügung gestellt.

Mineralstoffe
Mineralstoffe sind Bestandteile aus pflanzlicher und tierischer Nahrung. Sie dienen unter anderem als Baustoffe für Knochen und Zähne, regeln den Wasserhaushalt und versorgen Nerven und Muskeln. Die bekanntesten Mineralstoffe sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium.
Salz (Natriumchlorid) ist sogar so wichtig für den menschlichen Körper, dass wir die Geschmackrichtung “salzig” erkennen. Jedoch führt zu viel Salz zu verschiedenen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herz-und Gefäßkrankheiten.

Außer an Natrium (als Kochsalz), Kalium und Phosphor (aus dem Fleisch) sind Fast Food-Produkte meist sehr arm an Mineralstoffen. Die meisten Fertigpizzen und Fast Food-Burger decken dafür alleine schon den Tagesbedarf an Kochsalz eines Erwachsenen. Der Salzbedarf von Kleinkindern beispielsweise ist jedoch erheblich geringer.
Ärzte fordern seit vielen Jahren, die Salzmenge in Fertigprodukten und Fast Food zu senken, um das Risiko für die oben genannten Erkrankungen zu senken.

Auch hier bietet die abwechslungsreiche und gemüsereiche Kost der konventionellen Ernährung vielfältige Quellen, die eine Versorgung des Körpers mit Mineralstoffen gewährleistet.
Die zugegebene Salzmenge kann dem eigenem Bedarf und dem der Kinder angepasst werden und bleibt kontrollierbar.

Ballaststoffe
Ballaststoffe (auch Faserstoffe) verarbeitet der menschliche Organismus zwar nicht, trotzdem sind sie notwendige Nahrungsbestandteile, die für eine geregelte Verdauung notwendig sind.

Ballaststoffe sind die gerüstbildenden, faserigen Teile bei Pflanzen und erfordern gründliches Kauen, was die Verdauungstätigkeit steigert und erhöhen damit die Fähigkeit, viel Wasser zu binden.
Vollkornprodukte, Obst und Gemüse gehören mit ihrem Anteil von 0,5 bis 2 Prozent Ballaststoffen zu den gesündesten Lebensmitteln und sollten deswegen nach den Empfehlungen von Ärzten und Ernährungsberaten bevorzugt aufgenommen werden.

Der Ballaststoffanteil beispielsweise eines BigMac ist so gering, dass McDonald’s diesen in seinen Analysen gar nicht erst angibt.

Der bessere Ballaststoffanteil der traditionellen Ernährung aus allen Teilen der Welt ergibt sich auch hier durch den erhöhten Anteil an Obst und Gemüse, Brot, Reis und Hülsenfrüchten.

Fast Food und Erkrankungen

Der Zusammenhang zwischen dem steigenden Konsum an Fast Food und der wachsenden Menge an übergewichtigen Menschen sowie Herz-und Kreislauferkrankungen wird seit vielen Jahren diskutiert.

Übergewicht:
Fast Food füllt den Magen schnell und unkompliziert, ist aber kein dauerhafter Sattmacher.
Fett, Kohlenhydrate und Salz kommen in großen Mengen vor, jedoch kaum Vitamine und Mineralstoffe.
Ein BigMac liefert 495 kcal, große Pommes frites 470 kcal, dazu eine Cola (0,5 l) mit 185 kcal – das sind 1150 kcal zusammen. Bei einem täglichen Kalorienbedarf von etwa 2000 bis 2400 (Erwachsene) ausgesprochen viel für einen kleinen Snack zwischendurch. Wichtig ist hier der hohe Fettanteil: Ein Gramm Eiweiß oder Kohlenhydrat liefern dem Körper vier Kalorien, ein Gramm Fett schon neun Kalorien.
Daraus folgt ganz schlicht: Je mehr Fett, desto mehr Kalorien für den Körper, desto dicker werden wir.
Sehr eindrucksvoll zeigte der Film “Super Size Me” (2004) diesen Zusammenhang anhand eines Experiments des Regisseurs Morgan Spurlock, der sich vor laufender Kamera 30 Tage lang ausschließlich und unter ärztlicher Aufsicht von McDonalds ernährte und gleichzeitig seine Bewegung so weit reduzierte, dass sie der eines typischen amerikanischen Büroangestellten entsprach.
Nach diesen 30 Tagen hatte Spurlock 11,1 kg zugenommen, was 13 % seines Körpergewichts entsprach.

Herz-und Kreislauferkrankungen:
Neben der Übergewichtigkeit verbunden mit hohem Fettkonsum gehören auch übermäßiger Salzkonsum und verringerte Kaliumaufnahme zu den Faktoren, die zu Bluthochdruck (Hypertonie) führen können. Das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt damit erheblich.
Hypertonie führt in den Industrieländern seit Jahren die Liste der Todesursachen an und die Zahlen steigen weiterhin.
Der Zusammenhang mit der immer häufigeren Aufnahme von Fast Food ist strittig, aber nicht von der Hand zu weisen.

Alternativen

Dabei gibt es Alternativen zum heutigen, ungesunden Fast Food: Asiatische Suppenküchen bieten diese seit Jahrtausenden: schnelle, vorgekochte Kost aus Gemüse, Reis oder Nudeln. Das deutsche Butterbrot kann ebenfalls als Fast Food bezeichnet werden und beinhaltet trotzdem auch wertvolle Nahrungsmittel. Auch die mediterrane Küche bietet viele gesunde und schnell zuzubereitende Gerichte, die dem Körper dienen, anstatt ihm zu schaden.

Und wenn es ganz schnell und unkompliziert gehen muss, bietet uns die Natur selbst das beste Fast Food, oft sogar in seiner eigenen Verpackung:
Obst und rohes Gemüse!

Mama, ich liebe es, Schnecken zu fotografieren!
Die sind so schön langsam :)




06Dez 13 21

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Pablo – 1 Jahr

So lieb fragt ihr nach Pablo.
So dringend nötig also ein Update!

Gerade wurde er ein Jahr, vieles haben wir erlebt, wenig gelernt.
Sicher kennt ihr die hin und wieder recht albernen Berichte auf Tierheimseiten,
in denen “der Hund zu Wort kommt”.
So sehr ich mich auch dagegen wehre, ganz werde ich es nicht lassen können…

Podenco Pablo

Ein Podenco also wieder.
Ganz bewusst diesmal, nicht zufällig wie beim letzten Mal.
Ich wusste sehr genau, was auf mich zukommt.

Ein Hund, der von Kennern beschrieben wird als “die Katze unter den Hunden”.
Eine Rasse, die seit vielen Jahrhunderten ausschliesslich zur selbstständigen
Jagd eingesetzt wird.
Kommandolos.
Gehorsamlos.
Die freigelassen auf Kaninchenjagd gehen, um mit weichem Maul die Beute, auch lebend,
zurück zum Rudel zu bringen.

So gehen wir also hinaus in die Welt, in meinen geliebten Kraichgau, den Kraichgau ohne
wilde Kaninchen, aber mit vielen Mäusen auf vielen Wiesen.

Podenco PabloPodenco PabloPodenco Pablo

“Hört der?”, werd ich gefragt.
“Mit diesen Ohren?”, bin ich versucht zu antworten.

Natürlich hört er.
Solange ich gute Argumente habe.
Fleischwurst.
Gibt es Dinge, die wichtiger sind als Fleischwurst, hört er nicht.
Wenig ist wichtiger als Fleischwurst.
Je nach Standort.
Seine Freundin Suki wohnt da oben rechts, das ist wichtig, da muss man
eben mal schauen gehen. Da rechts unten ist der Kindergarten, da liegen viele lustige Dinge
rum, da muss man hin. Rechts unten mitte ist der Sportplatz. Ausgespuckte
Kaugummis vorm Tor sind wichtig.
Links überm Hügel ist ein Komposthaufen. Da lag vor 5 Monaten ein Lammknochen.
WICHTIG!

Die Frustrationsgrenze mit solch eigenständigen Hunden ist schnell erreicht.
Für Mensch und Hund.
Lässig bleiben.
Weit hinaus gehen.

Podenco PabloPodenco PabloPodenco Pablo

Spielzeug ist wichtig.
Äpfel liegen unter Bäumen, können geworfen werden.
Feines Spielzeug, brings zurück! Guter Hund!
Der gute Hund legt den Apfel zurück dahin, woher er kam.
Unter den Baum.
“Mama, das ist uncool!”, sagt die Tochter und legt den eben von ihr
angebissenen Apfel auch zurück.
“Macht das jeder so?”

Social und warum ich diese Hunde so liebe:
Keine Agression.
Ein wandelndes Peace-Zeichen.
Wenn er könnte, würde er sich Dreadlocks wachsen lassen und Mariuhana rauchen.
Nicht die Katze, sondern der Rastafari unter den Hunden.
Stress ist dämlich – Aye Peace Bros, lasst uns Spaß haben!

Eine ängstliche Hündin trifft auf einen Mastiff?
Alles kein Problem Leute, chillt mal ab! Ich regel das schon!
Und dann geht so ein Junghund, grad ein Jahr alt, spielend dazwischen und klärt
die Lage.

Heute morgen war ich weit draussen mit ihm, hab ihn auch einfach laufen lassen.
War tief in Gedanken und nichts unter Kontrolle.
Weit weg ein Hund. An der Leine.
Mama, ich geh eben ‘Hallo’ sagen”, schaute Pablo noch schnell zu mir
zurück und war weg.
Weg?
Nein!
Ein höflicher Hund geht Freunde begrüßen und kommt dann dahin zurück,
wo er hin gehört.
Zu mir.




21Nov 13 14

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Ach November, du Arschgesicht!

Da bist du ja wieder, schwarz und grau und Toten gedenkend.
Ziehst dich lang, gehst nicht vorbei, verbreitest Trauer und düstre Gedanken.
Keiner will dich, geh weg, hau ab!
Schau nur, was du schon wieder angerichtet hast!
Zeigst uns noch die lange Nase, verfluchter Totengräber, elender Gedankenfresser,
lachst uns aus und nimmst uns Licht.

Warte nur du, warte nur!
Schleppende Tage noch, wenige, bald bald ist’s vorbei mit dir.

Totentrompeten Herbsttrompeten

Totentrompeten entriss ich dir, gehackt, mit Ei und Kartoffeln vermischt. Gebacken.
Dazu Salat mit dem wenigen an Farbe, die du uns lässt:
Hagebutten, unendlich fruchtig, cremig, dem Trübsal trotzdend.

Totentrompeten Herbsttrompeten

Was jammer ich? Es hilft ja nichts.
Ziehe gelbe Gummistiefel an und einen Parka und trotze dir, Verhasster!
Gesicht im Wind, Matsch knatscht albern unter Sohlen.
Der Hund lacht.
Du kannst mich mal, du alte Fickkotze!

Ich danke Mel, die mir eines der Worte aus diesem Text zur freien Verfügung überlassen hat




17Nov 13 7

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Mama, Lachs schmeckt nicht!

Von Alex W.

Ich war 19 Jahre alt, als ich daheim auszog, um mein Studium in Angriff zu nehmen und
kurz vor dem Umzug bemerkte meine Mutter, dass ihr Söhnchen vom Kochen absolut
keine Ahnung hat. Um den bevorstehenden Kollateralschaden abzuwenden, schrieb sie
mir provisorisch auf einen Schmierzettel leicht zu kochende Gerichte auf, damit
ich doch vernünftig essen könne.

Da war ich also.. 19, weit weg von Mami und Wasser abkochen hielt ich für einen
Hoheitsakt eines Chemikers, der 10 Semester studierte und sein Studium
summa cum laude abschloss.
Mir schien die Lösung gefunden zu sein, als ich mir in den Einkaufwagen haufenweise
Tütenpäckchen, Fertigessen und Tiefgefrorenes einlud. Ich war begeistert wie einfach
das alles war. Wasser rein, warmmachen, Packung rein und irgendwann, wenn es fertig
schien, vom Topf in den Mund. Als ich dann schmausend, meiner Unwissenheit ins
Gesicht lachend, in meinem Kämmerchen saß, dachte ich, dass dieses Problem nie
wieder auftauchen würde.
Das ganze ging ein Monat lang gut und ich musste an früher denken, als ich das Essen
meiner Mutter verweigerte. Den Lachs, den ich bockig stehen ließ, weil ich sagte:
“Mama, Lachs schmeckt nicht!“, wünschte ich mir im Moment so sehnlich.
Ich fing an mein Essensgewohnheiten zu umdenken.

Das erste semi-selbstgekochte Essen meiner Person waren Rühreier mit Brot und Gurken.
Das ganze mag banal klingen, doch für mich schien es als hätte ich gerade die Welt
um mehrere Meter verrückt. Ich war begeistert und im Gegensatz zu diesen Eiern
schmeckte das Tütenessen schrecklich. Ich konnte also nicht mehr zurück.
Weiter ermutigt von meiner Freundin, die mir sogar ein Kochbuch schenkte, in dem
explizit stand, wie man Eier zubereitet und von der Besitzerin dieses Blogs, die
ich liebevoll Mama nenne, habe ich mich immer weiter an Gerichten versucht.
Ich fing peu a peu an Nudeln, Reis, Weißwürste, Salat und ähnliches zuzubereiten.
Der Leser wird sich hier an dieser Stelle denken:“ Mein Gott, wie konnte dieser
Junge bloß alleine überleben, geschweige denn auf die Uni kommen, wenn er hier
versucht das Kochen von Nudeln als Wissenschaft zu verkaufen?!“
Ich möchte nochmals betonen, dass ich erst mit der Zeit lernen musste, dass Kochen
im Grunde gar nicht so schwierig ist!

Die Probe auf das Exempel hatte ich, als ich im zweiten Semester Besuch zweier Damen
bekam, die eines Essays wegen kamen und von mir bekocht werden wollten. Um die
Spannung vorweg zu nehmen – sie leben beide noch!
Sie wünschten sich Spaghetti Bolognese und „irgendeinen Salat dazu.“ Etwas aufgeregt
fing ich also an Tomaten und Schafskäse zu schneiden und nebenher in meiner kleinen
Küchenzeile die Nudeln abzukochen und die Soße zuzubereiten. Ich stand dem ganzen
kritisch gegenüber, war ich doch bisher der einzige, der essen musste,
was ich gekocht hatte…
Das Ende des Liedes war, das alles aufgegessen wurde und ich schätze mal, dass das das
größte Lob eines Kochs ist. Nun war ich bestätigt und somit beflügelt mich weiter in die
Küche zu stellen.
Die Schattenseiten des Studiums aber sind, dass man während der Klausurenwochen doch
zu Essen greift, bei dem der Aufwand und auch der Wert gleich null ist.
Zum dritten Semester zog ich aus meinem einsamen Kämmerchen in eine Wohngemeinschaft.
Ich war nun 20 und die einfachen Dinge des Kochens beherrschte ich soweit, dass Leute,
die von meinem Essen probiert hatten, immerhin ohne Magenschmerzen ins Bett gehen konnten.
Im Hinblick auf das Kochen war es das Beste, das mir passieren konnte. Immer wenn wir Zeit
haben, kochen wir gemeinsam und das Tolle daran ist nicht nur die Arbeitsteilung, sondern
das jeder vom anderen lernen kann. Dadurch lernt man immer wieder neue Dinge kennen,
lernt wie man andere Dinge verfeinern kann oder kann selbst sein kompetentes Wissen
im Raum versprühen.
Das Gute daran ist, dass wir alle immer darauf bedacht sind möglichst gesund zu kochen.

Hier bin ich nun also. Immer noch 20, aber jetzt nicht mehr ganz so hilflos und unwissend,
sondern endlich fähig ausgewogen für mich zu kochen.
Großen Dank gilt dabei Heike, deren Blog ich häufig lese und mich immer wieder an ihren
Gerichten versuche und wenn ich Fragen hatte, durfte ich natürlich immer zu ihr kommen
und mich an ihrem Wissen laben.

Falls nun also jemand da draußen sei, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat, der soll
doch durch diesen Beitrag Hoffnung schöpfen und sehen, dass selbst der Unfähigste mit ein
wenig Mut und Selbstvertrauen es schafft, was essbares auf den Tisch zu stellen.
Ich hoffe diesen Eindruck konnte ich vermitteln und habe mit meiner Geschichte
irgendjemand dazu ermutigt sich morgen an den Herd zu stellen und eventuell
dabei die gleiche Freude zu empfinden wie ich.

Alex kenne ich seit vielen Jahren und er ist mir und uns ein immer gern gesehener Gast.
In einem Gespräch mit ihm vor kurzem entstand die Idee, den jungen Menschen um mich
herum hier Raum zu geben, über ihre eigene kulinarische Geschichte, ihre Gedanken
dazu oder einfach nur ihre Kochexperimente zu berichten.
Dass Alex tatsächlich einmal selbst einen Salat aus gartenfrischen roten Beten zubereitet,
daran hätten wir alle vor wenigen Monaten noch erheblich gezweifelt…
Alex, ich liebe dich!




03Nov 13 17

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‘Bratkartoffeln’ aus dem Backofen

Und während mir immer noch all eure Erfahrungen aus den Kommentaren
zum letzten Beitrag durch den Kopf gehen und ich mir die Frage stelle,
wie man denn näher an die Menschen kommt…
…da drängten eine Suche und andere Frage immer weiter in den Vordergrund:

Wie gehen die Bratkartoffeln?

Bratkartoffeln Backofen

Kartoffeln schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
Mit etwas Öl und Salz vermischen und in einer Lage auf Backpapier bei
180°C 20-30 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Puhh.
Wieder ein Problem gelöst!




28Okt 13 59

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Und Pommes sind Gemüse

Szenen aus Facebook-Kochgruppen. Teilweise mit tausenden von
Mitgliedern, hauptsächlich jungen Müttern:

“Wie geht eine Rahmsauce, habt ihr mir da ein Rezept?”
“Nimm doch die vom Maggi-Packerl, die schmeckt urlecker!”
“Ich mach die immer mit Cremefine”

“Man kann die aber auch ganz einfach selbst machen, mit Sahne und Zwiebelchen,
etwas Brühe und Salz und Pfeffer.”
“War ja klar, dass sowas kommt! Lass uns doch unser Packerl, oder hälst du dir etwa
auch Kühe im Garten?”

“Natürlich nicht, aber wenn eine junge Mami fragt, wie eine Sahnesauce geht,
dann kann man ihr doch auch Rezept mit Sahne geben, oder nicht?”
“Immer diese Diskutiererei hier, macht voll keinen Spaß mehr!!!!!”

Ich hab mich nun einige Wochen in solchen Gruppen getummelt. Immer freundlich,
immer konstruktiv und habe geholfen, wo ich konnte.
Im Ergebnis gelte ich als Störenfried, als Querulant, als Besserwisser.
Aus einer Gruppe wurde ich rausgeworfen…

Was tun? Wie kann man sich Gehör verschaffen? Spreche ich hier im Blog nur eine
Minderheit an? Menschen, die sich sowieso schon mit ihrer Ernährung beschäftigen?
Aber was ist mit den Massen, die ich täglich in den Supermärkten die Wägen vollpacken
sehe mit all den Fertig-und Halbfertigprodukten?

Wieder einmal war es also Zeit, den Zeigefinger wegzustecken und mit gutem Beispiel
voran zu gehen. Eine Woche einfaches, preiswertes, schnelles Mittagessen, wie es hier
auf den Tisch kommt.

Pellkartoffeln QuarkSpinat Bratkartoffeln Spiegelei

Montag und Dienstag:
Pellkartoffeln mit Quark. Bratkartoffeln mit Spinat und Spiegelei.
Seht ihr die gelungenen Bratkartoffeln?
Im Ofen gebacken mit etwas Öl und Salz.
Endlich kann auch ich …

“Ich glaub es nicht! Hab soeben für 2 Kotelett € 5,26 bezahlt! Das sind DM 5,26
für ein Kotelett!”
“Die hätt ich zurück gegeben!”
“Wucher!!!”

“Sorry, aber, wie billig soll Fleisch denn noch werden?”
“Wie teuer! Ich hol immer die Angebote aus dem Lidl!”

In dieser Gruppe erntete ich folglich nur Ignoranz…

Penne Erbsen ZwiebelnPanierte Kohlrabi

Mittwoch und Donnerstag:
Penne mit Erbsen, geschmolzenen Zwiebelchen und sauviel Olivenöl.
Panierter Kohlrabi mit Reis, Frühlingszwiebeln und Zucchinidipp.

Erste Likes, erste Nachfragen.
Die Bratkartoffeln aus dem Backofen fanden Nachahmer.
Immerhin!

Freitag dann der Lichtblick:
Eine Gruppe von Jugendlichen hatte sich angemeldet, mit mir zu kochen.
Fleischlos.
Jugendliche, 16/17 Jahre alt, die mehr über Ernährung, Fleischkonsum und
die Zusammenhänge und Auswirkungen wussten als hunderte Erwachsene zuvor.
Sind wir doch noch nicht verloren?

Gratinierter ZiegenkäseFrikadellen BrotApplecrumble Vanilleeis

Gratinierter Ziegenkäse ein wenig nach Stevan Paul.
Brotfrikadellen mit Kartoffelstampf und Zuckerkarotten.
Applecrumble mit Vanilleeis.

Alles komplett von den Jungs und Mädels zubereitet, mit strahlenden Gesichtern
und voller Liebe!

Der Dämpfer folgte schnell, als mir am Nachmittag Jamie Olivers “Food Revolution”
mal wieder vor die Füße lief. Wie in den USA Pommes als Gemüse bezeichnet werden,
um die behördlichen Vorgaben für 220g Gemüse/Gericht an Highschools einzuhalten.
Kommen wir da auch hin? Sind wir schon da?
Ich befürchte das Schlimmste.

Einen hab ich noch:
“Maggi-Fix ist aber schneller!”
“Maggi-Fix ist aber billiger!”
“Wenn Maggi-Fix ungesund wär, würden sie’s verbieten!”
“Wenn ich selber würz, schmeckt’s nicht so gut”

Alle diese Argumente kann ich widerlegen.
Doch dann folgte eins, dem ich mich geschlagen geben musste:

“Mit Maggi-Fix muss ich nicht denken!”

Diskussion verloren.
Von Dummheit besiegt.




24Okt 13 17

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Angefixt

Konnte mich niemand warnen?
Mir berichten von der Gefährlichkeit dieser Droge, der Schnelligkeit,
mit der einen diese Sucht überfällt?
Nur einmal probiert, nur ein einziges Mal, und nun komm ich davon
nicht mehr los…
In Gesprächsrunden finden sich mittlerweile gleichsam Betroffene, immer
wieder sagen wir uns mantraartig, dass wir es doch gar nicht nötig
hätten, dass es unten im Dorf auch guten Stoff gibt und Nein, Nein und
Nochmals Nein, wir begeben uns nicht noch tiefer in den Abgrund.
Aber es hilft nicht.
Brot gebacken werden muss!

Erste ebay-Sitzungen wegen eines neuen Backofens oder einer geilen
Rührmaschine fanden statt, doch der Schwabe in mir konnte größere
Verluste verhindern.
Die Gnade der knickrigen Herkunft, sozusagen.

Roggenmischbrot

Mein erstes Roggenmischbrot mit richtigem Sauerteig und so:
Schellis Hausbrot!
Wirklich einfach und sehr sehr lecker, das ist “mein” Brot und schmeckt zu
allem allem allem. Honig, Schinken, Käse, ganz egal.

Weizenbrot

Und ein No-Knead-Brot aus den Kursunterlagen von Lutz Geissler, das neue
Lieblingsbrot meiner Tochter.

So, da steh ich nun also.
Und auf dem Receiver steht schon die nächste Schüssel mit Teig. Darf ja nun
nicht mehr aus gehen, das Brot, das selbstgemachte, dieses faszinierende und
jahrtausendealte Nahrungsmittel, das wir Pilzen und Bakterien verdanken und
das so einen hohen Stellenwert hat.

Und gleichzeitig seinen Wert verliert überall, wenn in Bäckereien nurmehr
industrielle Backmischungen verarbeitet werden, Eintönigkeit in den Backstuben,
dubiose Inhaltsstoffe in Broten, Gewinne für die Industrie und Verlust für’s
Handwerk.
Drum ihr da draussen:
Lasst es sein! Backt nicht selbst!
Sucht sie, die guten und ehrlichen Bäcker, denen Berufsehre noch bekannt ist
und die diese wertvolle Tradition erhalten!
Sie brauchen euch.

Meine Quellen in Sinsheim:
Bäckerei Schückler, Sinsheim-Rohrbach
Bäckere im Jugendstift, Sinsheim




06Okt 13 32

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Brotbackkurs

Ich hab’s schon wieder getan.
Setzte mich in den alten Seat, der Auspuff röhrt nach wie vor, immerhin das
ist zuverlässig, und fuhr einige hundert Kilometer.

Brot backen also diesmal.
Mit keinem geringeren als Lutz Geissler, dessen Brotbackbuch im Juli erschien
und der sogar mir ein Begriff ist, die ich höchstens mal ein rezeptloses Weizen-
brot in den Ofen schiebe und Manfred “Schelli” Schellin, Backverrückter, der das
Backen sogar an der Akademie des Backhandwerks studierte.
Mit Diplom!

Zwei prall gefüllte Tage lagen vor uns.
Teige wurden geknetet, gefaltet, geschliffen, gerollt, gebacken und Lutz verstand
es mit seiner unnachahmlich ruhigen Art, alles im Blick zu behalten, auf jeden
einzugehen, alle Fragen zu beantworten und Spaß an diesem lebenden Lebensmittel,
diesem jahrtausendealten Kulturgut zu vermitteln.

Ich lass Bilder sprechen:




Ein absolut empfehlenswerter Kurs, dicht gefüllt und lehrreich, sogar ich nahm
Sauerteige mit.
Ich!
Und wer so gar nicht auf einen freien Platz warten kann, dem sei Lutz’ Buch ans
Herz gelegt: Gut ausgearbeitete Rezepte, tolle Fotos und viele nützliche
Tipps finden sich in großer Menge.

Hat schon jemand erkannt, wer da auf dem zweiten Bild lacht und knetet?
Ich hab mich so gefreut, dich endlich mal wieder zu sehen!





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