Wochen ist’s schon her, dass ich draussen beim Pflücken der ersten
Zwetschgen eine Stelle im Gebüsch entdeckte, die zugewuchert war
von hübsch hellgrünen Hopfenblüten.
Oh!
Was kann man damit nur anstellen?
Dacht’s und fand nichts auf die Schnelle, beschloss, nächstes Frühjahr
halt die jungen Triebe zu ernten und vergaß.
Doch kurz vorm großen Regen dann warf Turbohausfrau Susi so nebenbei
das Stichwort aus:
Likör!
Jawoll, Likör! Das wollt ich machen und wartete geduldig eine Woche und
noch eine, weil bei bitterlichem Regen ernten ist so blöd.
Gestern endlich, Korb und Schere dabei, Hund an der Leine, die Sonne
schien vom stahlblauen Herbsthimmel und die Gummistiefel wuhpten im Takt:
Ob ich überhaupt noch welche finden würde?
Sie warteten, die Braven und nur kurz stutzte ich:
Dieser Geruch…woher…?
Egal jetzt, der Korb sollte gefüllt werden.

Hopfen Likör

Zupfen zuhause, attraktiv in der Küche verteilen, Fotos und wieder dieser
Geruch, dieser Geruch?
Cannabis! Das war’s! Wieso zum Teufel riecht das Zeug nach Cannabis?
Nase kaputt oder was ist da los? Meine Hände fingen an zu kleben; rochen,
als hätte ich grad ein afghanisches Hanffeld geplündert…

Hopfen (Humulus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Wikipedia gab mir das Vertrauen in meinen Geruchssinn wieder!

Hopfen Likör

Die Ungeduld war zu groß, ich konnte nicht auf Susis Rezept warten und so
ergossen sich drei Flaschen Wodka über das Teufelszeug.
Danke du Liebe, für diese Anregung, ich werde berichten!
Falls ich nach Susis Beschreibung der Wirkung dazu noch in der Lage bin…

Hopfen hat übrigens beruhigende Wirkung. Wenn ich spät abends noch aufgedreht bin,
hilft ein Stamperl von dem Likör wunderbar und ich werde bettschwer.