Alter, ist das kalt,
mach doch mal den Backofen an!
Bei den Temperaturen hab ich wenigtens keine Bedenken,
den Ofen für ein Pfund Spargel heiss zu heizen, und damit
auch die Wohnung…

Kennt sonst noch wer den Spargelsalat, den meine Eltern
immer machen? Den mit Dosenananas und Mayonnaise?
Ziemlich lecker, ich kann euch sagen, aber so irgendwie
nicht richtig blogtauglich, gell?
Viele Alternativen zur Ananas fanden sich in meiner Küche
nicht, als ich unbedingt aus dem für kleines Geld erstandenen
Bruchspargel Salat machen wollte, weil den mag eh nur ich und
dann hätt ich zwei Tage was zu essen und Dosenmangos sind
ja genauso ähhh und Parmesan ist keine Frucht und rohe Karotten
ess ich lieber pur und überhaupt ist ganz schön wenig zuhause
ausser Äpfel.
Äpfel!

Als Bruchspargel bekommt man hier abgebrochene, krumme, dicke
und dünne Spargelspitzen, kann man schälen, muss man aber nicht.
Wird’s dann bitterer, das mag ich.
Diese also in Salz und Zucker 30 Minuten marinieren, dann mit
einem Stück Butter in einer Auflaufform mit Deckel im Backofen
bei 180°C ca. 30 Minuten garen. Ab und an mal umrühren.

Mayonnaise aus einem Eigelb herstellen, mit der gleichen Menge
Schmand oder Sauerrahm verrühren, kräftig pfeffern, salzen.
Und genau jetzt fehlt der Kick durch den Dosenananassaft, ob man
da nicht Apfelsaft…?
Man kann, und wie man kann!
Ein kräftiger Schluck und Süße und Säure sind Brüder im Gaumen!
Den lauwarmen Spargel unterheben und ein paar hartgekochte,
gehackte Eier, etwas Schnittlauch aus dem Garten und zum Schluss
die in feine Scheiben geschnittenen Jonagold.
Auf getoastetem Graubrot hat mir die Schüssel dann doch nur für einen
einzigen Abend gereicht….

Wer zufällig grad keinen Herd hat:
Im gleichen Backofen im Wassertopf mit Deckel lassen
sich auch Eier hart kochen…


Mit ohne Herd