In der Sonne liegen.
Grasduft in der Nase, das Konzert der Rasenmäher und
rythmisch die Säge von links.
In den Pausen nur wenige Vogelstimmen.
Ein Hauch von Sommer, träge Luft wabbert, ein Kind
fährt quietschend Rad.
Dorfzeit.
Müdigkeit stiehlt sich Raum, unter geschlossenen Lidern
existiert nur Rot. Eine Hummel helikoptert dicht vorbei,
erzählt vom Dopplereffekt und weiß doch gar nichts.
Traumzeit.
Langsam nähert sich Vertrautes, sanft und behutsam.
Haut berührt sich, Atem wird hörbar.
“Tu es!”, flüstert es sachte.
“Tu es endlich!”
Minuten vergehen reglos und still, versunkene Gedanken
finden zurück an die Oberfläche.

Ein Murmeln nur, doch Widerspruch erhebt sich nicht:
“Wozu denn nur, wenn ich doch Feuer hab?”

Ein Stück Carne Salade, diese in Rotwein, Salz und Kräutern
gereifte Rindfleischköstlichkeit, vorab ganz roh mit etwas
Brot und Käse.
Die Qualität des Fleischs, die Harmonie der Gewürze, die nichts
verdecken wollen und doch so präsent sind:
Reinste Liebe!

Und dann gegrillt, nicht dünn geschnitten, sondern
dick wie Steaks, sehr heiss und kurz nur von beiden Seiten,
dann serviert mit fruchtig-herbem Olivenöl, Spargel und
lauwarmen Bohnen, ebenso auf Feuer gegart.

Wieder schließen sich Augen, als langsam die Sonne
im Hügel versinkt.
Stille nun, noch ein Rest Wein schwenkt im Glas.
“Gut gemacht”, klingen diesmal leise Worte.
Zufriedenzeit.