Wie oft schon wurde ich gefragt,
was denn mein Leibgericht sei.
Und jedesmal frag ich auf’s neue zurück:
“Was ist denn eigentlich ein Leibgericht?”

Ist ein Leibgericht, was man besonders gerne isst
oder isst man es besonders häufig?
Denn komischerweise sind es genau die Lieblingsgerichte,
die ich nur selten zubereite.

Heute also endlich mal wieder Fisch mit Senfsauce,
und weil Sonntag ist, darf ein wenig gepimpt werden.

Der Saibling schlummerte bereits filetiert in der Truhe,
die Senfsaat kommt von der BESH aus dem Hohenlohischen
und Karotten, Lauch und Kohlrabi gibt’s überall.

Nun gibt es aber den ein oder anderen, der sogar Wasser
anbrennen lässt und drum hier mal ganz schlicht die Zubereitung
von vernünftigen Salzkartoffeln:

Vorwiegend festkochende Kartoffeln schälen und in die
gewünschte Größe schneiden. Gleichmässig!
Die Kartoffeln nun in einem ausreichend großen Topf mit kaltem
Wasser bedecken und ordentlich salzen. Pro Liter Wasser darf es
ruhig ein Teelöffel Salz sein.
Das Wasser zum kochen bringen und dann solange köcheln lassen,
bis sich die Kartoffeln mit einem Zahnstocher oder ähnlichem
gleichmässig leicht durchstechen lassen.
Das Wasser gründlich abgießen und den Topf mit den Kartoffeln
ohne Deckel zurück auf den Herd stellen, damit sie mit der Restwärme
ausdampfen können. Hin und wieder am Topf rütteln!
Am Ende soll die Oberfläche wie gemehlt ausschauen.
Haste das?

Dazu gibt es den auf der Haut in Butter sanft gebratenen Saibling,
in Butter gedünstete Gemüsestreifen, in Butter geröstete Mandel-
stifte und Schnittlauch ohne Butter.

Und Senfsauce.

Seele trösten.
Bauch reiben.
Kleines Schläfchen halten bis zum Tatort!

Passend zu Peggys Event über Süßwasserfische, das man
gar nicht genug loben kann:
Beim heutigen Zustand der Meere sollte man viel häufiger
auf Süßwasserfische aus heimischer Zucht zurückgreifen!