Und?
Reis als Beilage?
Öde. Öde. Öde.
Seit ich Reis kann, mag ich ihn zwar, gern auch abends kalt
und pur direkt aus dem Topf.
Aber würde ich Reis zu einem tollen und aufwändigen Gericht reichen?
So einen Löffel davon auf den Teller klatschen und den Rest irgendwie
-ja wie überhaupt?- darum arrangieren, dekorieren?
Und diese in Tassen gepressten Reishügelchen, Hand aufs Herz,
machen die Sache auch nicht attraktiver, nicht wahr?

So ist das also.
So war das also.
Denn dann kam Ottolenghis Jerusalem und die Sache mit dem Reis
erreichte neue Dimensionen.
Da wird aus der Schüssel Reis der Star auf dem Tisch und den Rest
kann man einfach in der Küche vergessen.

Kichererbsen über Nacht einweichen und in Salzwasser gar kochen.
(Diesmal ist kochen richtig, glaub mir!)
Schalotten und Knoblauch sehr fein würfeln und in viel Olivenöl anschwitzen.
Piment, Koriandersamen, Kreuzkümmel mörsern und zusammen mit Chiliflocken
und Kurkuma im Öl zum duften bringen.
Die gut abgetropften Kichererbsen dazu geben, Salz und Pfeffer und Zitronen-
abrieb auch und etwas ziehen lassen.

Karotten würfeln und in Öl eher frittieren als dünsten, heraus nehmen und
zu den Kichererbsen geben.
Im gleichen Öl nun viel Zwiebelringe langsam goldbraun braten.

Vom gekochten Reis einige Esslöffel zu den Kichererbsen geben, damit er
eine schöne Kurkumafarbe bekommt.
Den weißen Reis auf einer Platte oder in einer Schüssel anrichten, den Kicher-
erbsenreis darauf geben, dann die gerösteten Zwiebeln und mit grob gehackter
Petersilie und/oder Koriandergrün bestreuen.

Prima dazu passen saure Geschichten, Sumach könnte man darüberstreuen,
gesalzene Joghurt mit Zitronensaft oder Tahini dazu reichen oder
einen Gurken- oder Endiviensalat…

Und?
Reis als Beilage?
Nein, Reis als Hauptgericht!