Was braucht’s denn noch?, hilft das Töchterlein beim Einkauf.
Kichererbsen braucht’s noch.
Du Mama, Humus, aus was ist das nochmal?, fragt das Töchterlein
auf dem Weg ins rechte Regal.
Kichererbsen, aus Kichererbsen ist das.
In der Tat?, fragt das Töchterlein, weil:
das mag ich nicht.
Kichererbsen habens hier eh nicht, gibt die Mama suchend auf,
aber du magst doch Falafel, gell? Falafel sind auch aus Kichererbsen.
Oh prima!, ruft das Töchterlein erleichtert.
Ja, Falafel, die mag ich!

Falafel also.
Kichererbsen, getrocknet, weit hinten im Küchenkastel findet sich doch
noch eine Packung, die Stimmen weit hinten im Hirnkastel werden verdrängt.

Später am Tag gibt es Reis mit Salat für das Töchterlein und Stevans
Erfahrungen werden mir wieder präsent.

Ebenso wie das Erlebnis bei Lanz kocht, als ein schweißgebadeter Johann Lafer
fluchend mir seinen dritten Versuch mit Falafel servierte, sich neben mich setzte
und nur noch murmelte:
So ein Scheiss!

Zumindest war der Verlust an gutem Öl gering,
weil ich sie diesmal eher braten als frittieren wollte.
Oder war das der Fehler?