Na Frau Paul,
da hast du aber nicht mit gerechnet, dass ich das passende
Gegengericht gleich auf Halde hab?

Leichte, einfache Sommerkost mit den wunderbaren Erbsen, die nun
in Gärten und Märkten rumhängen. Völlig daneben liegen daneben die
plastikverschweissten aus Kenia und Äthiopien.
Billiger.
Natürlich.
Werden gekauft, ich hab’s genau gesehen.
Als die Tochter der Mutter direkt danach zurief:
“Rucola gibt’s nur noch in Bio!” und diese dann schockerstarrt ihre
Einkaufsliste überprüfte, konnte nur noch der just durch’s
Gemüseregal fliegende Sperling mich von bösen Taten abhalten.

Tschilp-Tschilp, ich hab Urlaub!
Alles easy!

Kauf’n Kasten Bier und ‘ne Tüte Chips, wink dem Vogel
zum Abschied nochmal zu, entschuldige mich bei den miteinander
sehr gesprächigen Nichtfachverkäuferinnen der Bäckerei im Eingang
für die Störung und verspreche, dass komme nienienie mehr vor, echt jetzt!
Tschilp-Tschilp!
Kipp ein Bier schon auf der Heimfahrt
- ey, ich hab Urlaub! -
und koch grad mal nichts.

Risi e bisi risibisi erbsen lachs forelle shisokresse erbsensprossen

Am nächsten Tag und ohne soziale Kontakte gelingt das besser:
Frühlingszwiebeln in viel Butter anschwitzen, ein Schluck Wasser dazu,
Erbsen darin garen, mit gemörserter Fenchelsaat, Salz und Pfeffer abschmecken,
ach kipp doch noch’n Becher Sahne rein, zu leicht soll’s ja auch nicht werden!

Vom Lachs oder der Lachsforelle schneidest du einfach den Bauchlappen
ab und schickst ihn der Frau Paul, die ist kompetent im Lachslappentartar.
Den Rücken brätst du schön auf der Haut und lässt ihn dann langsam gar ziehen.

Reis dazu, Schnittlauch dazu, Erbsensprossen dazu, Shisokresse dazu.
Geht doch!

Risi e bisi risibisi erbsen lachs forelle shisokresse erbsensprossen