Hach was laufen wir uns die Füße wund für die besten aller Zutaten.
Ob hier in der Provinz oder im großen Paris:
Überbeine, Spreizfüße, alles nehmen wir in Kauf.
Nicht ich, die ich in grün-rot-Kickers auf Hobbitfüße getrimmt wurde,
aber dann passen mir sommerlichbarfußlaufend die Herbstschuhe nicht mehr.
Dehnt sich halt, passt sich an halt, verändert sich halt,
so ein Fuß.

Auch sprachlich übrigens.
Bestell ich hier im badischen halbierte Kalbsfüße, hab ich große
Chancen, halbierte Kalbsbeine zu bekommen.
Dreimal-Hoch auf den Metzger, der das sägt!

Also koch ich dann halt mal Kalbsbeine statt wie Astrid Kalbsfüße,
übrigens ein Paarhufer, so ein Rind und passt somit prima
zum Paar, das ich so mag und deren Füße ich nicht kenne und:
Nein, zeigt nicht eure Füße, eure Schuh!

Saubohnen Kalbsfuß

Kalbsbeinsaubohnen mit Kracherlscherdreierle
für Astrid und P.

Dazu die halben Kalbsbeine in topfgerechte Stücke hacken und
zusammen mit ein paar Fleischknochen, hellen Gemüsen und Gewürzen
zu einer gut gelierenden Brühe kochen. Zur Not mit Gelatine nachhelfen.
Ich würzte zusätzlich mit Fenchelsamen, da mir der gut zu den Bohnen gefällt.

Jahrelang lief ich mir für Saubohnen ‘n Kalb, dieses Jahr gibt
es heimische in großen Mengen auf dem Wochenmarkt, yippee!
Blanchierte Bohnen in kleinen Förmchen mit der Brühe übergießen und
über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Dazu passen knusprige Speck-und Brotwürfelchen, Wildkräuter
und eine cremige Mayonaisse.

Saubohnen Kalbsfuß

In der dekorativen Ordnung spielt die Drei eine große Rolle, wirken
doch Gruppierungen einer ungeraden Anzahl von Dingen immer
gefälliger als die mit einer geraden Anzahl.
Die Drei ist die erste dieser ungeraden Gruppenzahlen.
Warum ich das ausgerechnet mit Krachelscher zeige…
Astrid weiss es!