Sommer 2011.
Zu Besuch bei meinen in Luxemburg lebenden Eltern.
Im Landgasthaus de Mairie abends reges Treiben, wir bekommen einen letzten Tisch im eichenbeschatteten Hof.
Auf der Karte finden wir neben neben Gepökeltem und Geräuchertem, Würsten, Innereien, Kraut und Kartoffelbrei:
Moules-frites.

Weitab vom Meer scheinen nur wir noch darauf zu bestehen, dass Muscheln ausserhalb der Wintermonate ungenießbar sind.
Den Monaten ohne R.
März – wenige Wochen habe ich nur noch für Muscheln zuhause.
Mies!

Miesmuscheln

Es gibt unzählige Rezepte für Miesmuscheln, und alle sind sich recht ähnlich.
Was soll ich da noch erzählen?
Mein erstes Rezept, gefunden auf einer Postkarte im bretonischen Ferienhaus, irgendwann anfangs der 90er.

Karotten, Lauch, Knoblauch, Chili -klein geschnitten- im großen Topf oder Wok in Olivenöl anschwitzen.
Mit Weißwein ablöschen und einen guten Schuß Wermut dazu geben.
Temperatur hoch drehen und die gut gesäuberten Muscheln in den Sud geben, Deckel drauf und entsprechend der Größe 5-10 Minuten garen, ab und zu am Topf rütteln.
Sind die meisten offen, ist’s soweit: Vom Herd nehmen.
Zweidrei Schöpfkellen vom Sud mit Gemüse in eine große Pfanne gießen, aufkochen, mit eiskalter Butter binden und mit Salz (Vorsicht!) und Pfeffer würzen.
Vorbereitete Spaghetti darin 1-2 Minuten ziehen lassen.

Miesmuschel Spaghetti

Miesmuscheln sind überhaupt nicht schwarz.
Miesmuscheln sind blau!

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