Bürostress.
“Lass das Kochen, ich brauch die Pläne!”, ruft’s aus’m Telefon.
Der Mann hat keine Kinder. Weiss nicht, was dann passiert.
Er würde die Pläne dieses Leben nicht mehr bekommen.

Ab in die Küche, Kühlschrank auf – da war doch noch ein Spitzkohl irgendwo?
Was macht die Pastinake hier? Meerettich? Wann hab ich den nur gekauft?
Autsch, die Räucherforelle will auch morgen ablaufen.
Sahne? Frischkäse? Check!

Eine Schalotte gewürfelt andünsten, die Pastinake auch, mit dem Rest aus dem Weinglas von gestern abend ablöschen.
Einkochen lassen, mit Hühnerbrüheiswürfeln, Frischkäse und Sahne zur cremigen Sauce rühren, mit Meerettich, Salz, Pfeffer abschmecken.
Spitzkohl grob schneiden, in der Sauce kurz ziehen lassen, Forellestücke nur kurz drin erwärmen.
Fertig.
Fertig?

Die Dreckskartoffeln sind immer noch steinhart.
Ich muss ins Büro, dringend.
Mache ein Foto mit rohen Kartoffeln und werf sie zurück in den Topf.

Forelle Rahmkraut Spitzkohl Meerettich

Den Rest schafft das Kind auch alleine.
Die Kartoffeln schmecken übrigens super – wenn sie eine Stunde gekocht wurden.