Jetzt wird aber mal wieder richtig gekocht, ja?
Burger, Nudeln mit gehobeltem Pilz, nochn Burger, 80er-Curry…
so kann das nicht weitergehen.
Dies ist schließlich ein ernsthafter Kochblog!
Ohne Dreistundenaufwand, achwas: Tagesaufwand geht da mal gar nichts!

Ochsenkotelett

Gut, das getrüffelte Kartoffelpüree mit dem Rest der Knolle macht zwar viel her auf dem Teller, ist aber auch mal schnell zwischendurch gepresst.
Da kommen wir der Sache mit den beiden Ochsenkoteletts von zusammen 1038g drei Stunden im Ofen bei 62°C schon näher. Wobei ja eigentlich der Aufwand auch nur darin bestand, alle paar Minuten den Drecksofen hoch-oder runterzudrehen.
Das finale Anbraten mit Salz, Zucker, Butterschmalz und zwei Zehen Knoblauch dauerte dann doch nur knappe vier Minuten.
Dann halt der Kalbsfond, der kann echt was!
Zwei Tage standen die Knochen auf dem Herd, zwei Monate das dunkelbraune Gelee im Tiefkühler. Das kann der schlichte Feldsalat dazu wahrlich nicht toppen.

Ochsenkotelett

Und dann hast du nach so vielen Stunden wirklich wirklich mühsamer und schweißtreibender Arbeit am Herd einfach keine Lust, zu fotografieren.
Da willst du essen und geniesen und dir den Bauch reiben und die Lippen lecken und holst dir mehr davon und lehnst dich zurück und bist einfach nur noch ganz lang zufrieden mit dir und der Welt.
Das Nicht-Fotografieren, das Nicht-Zeigen, das Nicht-Teilen:
Teil dieser Zufriedenheit.

Und so sind es nicht nur die vielen Restepfannen mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln, die keinen Weg hierher finden, sondern eben auch die Dinge, die mir gehören, die für mich alleine sind und die ich ganz besonders geniese.
Mein Bloggeiz.