Step 1 der Rekonvaleszenz lief gut.
Claus musste zugeben, wessen Spätzle die besseren sind.
Hat er zwar nicht, aber Protest aus’m Schuhschrank zählt nicht.

So bin ich also auf dem richtigen Weg und wage mich.
Leberspätzle!
Die Beste hat die besten gemacht, jedoch: Niemals mit mir.
Ich befürchte, ihr persönliches Rezept ist für immer verloren. Nachfragen bei der mindestens eine Generation jüngeren Verwandschaft brachte keine Ergebnisse.
Bitter.
Wir vergessen Rezepte, vergessen zu fragen. Und plötzlich sind sie weg.
Ausgerechnet mir passiert das. So sehr war ich doch hinterher, alles zu bewahren.
Ach verdammt.
Was ich nachfragen musste: Waren wirklich Zwiebeln im Teig? So wie es die Rezepte im Netz darstellen? Rohe Zwiebeln? Nein, das hätte meine Oma nicht gemacht. Hätte ich bestimmt auch geschmeckt?

Leberspaetzle Kartoffelsalat Ackersalat Feldsalat

Den Anblick der Leber, die durch den Fleischwolf gedreht wird, erspare ich euch. Um die Zwiebel trotzdem unterzubringen und die Leber bis aufs Letzte durchzuquälen, benutze ich eine als Druckmittel – Zwiebel kommt raus, Fleischwolf lebersauber.
300g Leber, 300g Mehl, 3-4 Eier, Salz.
Die Spätzle etwas dicker schaben als normale.
In viel Butter langsam braun braten.
Mit Kartoffel- und Ackersalat servieren.
Den Kartoffelsalat mit etwas Spätzlewasser schlotzen, damit er schwätzt.

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Bitte! Bitte-bitte-bitte:
Fragt eure Alten! Die, die noch kochen können oder konnten.
Lasst uns das alles nicht vergessen!