Wieder auf den Boden kommen.
Zuviel Aufregung vergangene Woche.

Vor dieser ersten Ausstrahlung am Donnerstag war ich angespannter als vor deren Aufzeichnung.
Wobei das nicht stimmt, wie ich jetzt sehen konnte: Meine Hände zitterten auffällig. Hat’s wer bemerkt?
In der Erinnerung war ich sehr ruhig, kannte ich doch das Studio schon und auch die Leute der Produktion. Wollte endlich kochen, nachdem wir uns ja schon so lange zuvor beworben hatten.

Und jetzt das!
Ich hatte Magen, Kopf und Nerven von unbekannten Ausmaßen.
Wer mich kennt, mag das bezweifeln aber stellt euch vor:
Ich konnte nichtmal mehr Kochen!

Zeit also, zurückzufinden.

Samstag morgen auf dem Wochenmarkt.
Sonne, Gerüche, Farben.
Festes Pflaster unter den Füßen.
Bekannte Gesichter und Erde an den Kartoffeln.
Es dauert nur wenige Minuten und ich fühle mich zuhause, kann tief durchatmen.
Mittendrin bleibe ich einfach stehen und sauge Normalität ein.
Endlich!

Am Stand der schrumpligen Gemüse kaufe ich aus der Region.
Leute, es wird Herbst!

Pichelsteiner Eintopf

Zuhause finde ich im Warenkorb -OH NEIN! Nicht schon wieder!:
Petersilienwurzeln, Kohlrabi, Lauch, Lauchzwiebeln, Sellerie, Bohnen und lila Kartoffeln.
Kartotten sind noch im Keller, Rinderbrust und Blechstück im Kühlschrank.

Pichelsteiner Eintopf

Einen Eintopf will ich kochen.
Einfach nur ganz unaufgeregt einen guten Eintopf, einen Pichelsteiner vielleicht.
Nichts basteln, falten, kleben, rollen.
Ja!
So wird’s gemacht!

Pichelsteiner Eintopf

Was soll nun noch passieren?
Montag, ich bin bereit!