Ich bin immer noch tief beeindruckt,
von einem Land, das ich mir selbst zunächst nicht als Reiseziel ausgesucht hätte:
Israel.

Israel

Doch seit mich mein guter Freund vor einigen Wochen fragte, ob ich ihn während seines geschäfichen Aufenthalts in Tel Aviv nicht besuchen wolle, begeisterte mich diese Idee immer mehr.
Zu Recht, wie ich nun ganz sicher weiß!
Fünf Tage durfte ich einen ganz besonderen Eindruck gewinnen und fühlte mich auch gar nicht als Tourist, sondern als freundlich erwarteter Gast.
Manche Dinge sind einem so wertvoll, dass man sie nicht teilen möchte, und so geht es mir mit dieser Geschichte auch.

Doch was wäre ein Blog ohne geschwätzigen Schreiber…
Was wissen wir schon über Israel?
Wenig auf jedenfall vom alltäglichen Leben.
Auf der Taxifahrt zum Appartement schon der erste Eindruck:
Hier gibt es Leben, und zwar eine ganze Menge!
Es scheint, als würde die ganze Stadt sich ständig neu bilden:
Baustellen all über all, modernste Gebäude, viele Hochhäuser neben zerfallenden, leerstehenden, unbedeutenden.

Tel Aviv

Mindestens so unterschiedlich zeigt sich auch die Gesellschaft:
Ein Pool an Herkunft, Alter, Religion. Geschichten und Gesichtern.
Und über allem eine bewundernswerte Gelassenheit.
Besonders auffallend ist die Menge an Kindern und jungen Menschen.
Es lebt sich gut dort, das ist offensichich.

Tel Aviv Old Yaffo

Natürlich muss ich auch über Essen berichten, nicht wahr?
Gegessen wird gut, gern, viel und sehr entspannt.
Der arabische Hintergrund ist unübersehbar, ebenso aber der Einfluss aus aller Herren Länder.
Ausser am Sabbat biegen sich täglich die Tische hunderter Stände unter dem Gewicht der Waren auf dem Shuk Carmel.
Fleisch und Fisch kaum gekühlt beeindruckten mich nur wegen ihrer schieren Masse, aber an Obst, Gemüse, Backwaren, Trockenfrüchten und Gewürzen konnte ich mich kaum sattsehen.
Ein paar Früchte für’s Frühstück mit Meerblick hab ich wenigstens eingesteckt…
Da möchte ich wieder hin, da will ich kochen!
Fisch und Fleisch kann man ja schließlich auch beim Händler kaufen, der sich ausser Qualität und Frische in nichts von den unsrigen unterscheidet…

Mango Feige Israel Tel Aviv

Ein privates Barbecue erlaubte mir Einblick in tägliches Leben. Nur soviel:
Verdammt, können die viel essen!
Getrunken haben hauptsächlich wir.
War ja schließlich heiss, gell?

Weißwein Israel

Restaurantbesuche:
Ich habe nicht fotografiert, empfinde das als störend für andere.
So komme ich dann aber überraschend auch mal ins Bild.
Hier etwas Zubehör zum Brot, das man vorab bestellt….

mezze tel aviv

Israels -vor allem politische- Situation ist sicher nicht unproblematisch, aber davon sollte hier nicht geschrieben werden.
Was ich erleben durfte war ein betörend modernes, historisches, junges, altes, freies, gebundenes, offenes, freundliches, gelassenes, hupendes, heisses, klimagekühltes, schönes, hässliches, sauberes, schmutziges, manchmal religiöses, meistens nicht – vielfältiges! – Land.
Mir scheint, die haben das mit ihrer erst wenige Generationen alten Gesellschaft in all ihrer Vielfalt ganz schön gut hinbekommen.
Ja, ich bin wirklich beeindruckt.

Tel Aviv Strand Sonnenuntergang

Vielen Dank meinen Gastgebern.
Ich komme gerne wieder!