Mispeln gab’s im Edeka, die mussten mit.
Was wisst ihr von Mispeln?
Ich wusste nichts, glaub ich.
Ganz entfernt vielleicht was aus der Kindheit, Märchen? Garten? Küche?

Japanische Wollmispel

Wikipedia hat mich aufgeklärt: Ich hatte Japanische Wollmispeln gekauft.
Das waren also bestimmt nicht die Mispeln der Kindheit, denn die heimischen sind klein und zipfelig am Blütenrest und wurden im Mittelalter in Klostergärten angebaut. Von wo aus sie den Weg in die Bauerngärten fanden.
Soweit, so gut.

Nächster Schritt: was macht man denn nun damit?
Chutneys, Gelee, Marmeladen, sagte das Netz.
Oder Eis, Cremes, Coulis.
Zu Fisch und Fleisch könne man sie servieren.
Also der Selbstversuch: Einfach mal probieren, nicht?

Sehr saftig, sehr fruchtig, sauer und süß. Erinnert an Apfel und Papaya.
Und dann war es ganz einfach:
Ein Salat sollte es werden, mit Gurken, Garnelen, Sesam, Erdnüssen und einem Dressing aus gutem Erdnussöl, Sojasauce und Zitronensaft.

Japanische Wollmispel

Für diese vier Schälchen:
2 Mispeln
1/2 Gurke
100g Garnelenschwänze
3-4 Frühlingszwiebeln, das Grün
1 Hand Erdnüsse
2 EL Sesam, geröstet

Dressing:
6 EL Erdnussöl
2 EL Zitronensaft
1 TL Palmzucker
Salz

Die sauberen Garnelenschwänze in Stücke schneiden und kurz heiss anbraten. Salzen und beiseite stellen.
Gurke schälen, vierteln, Kerne herausschneiden und in Scheiben schneiden.
Das Grün der Frühlingszwiebeln in dünne Röllchen schneiden.
Die Mispeln vorsichtig halbieren (wir wollen doch Bäumchen aus den Kernen ziehen, gell?), das Kerngehäuse mir einem Löffel auskratzen und die Haut abziehen. In Scheiben schneiden.
Dressing vermengen und die Zutaten vorsichtig unterrühren.

Japanische Wollmispel

Nach der ersten Fotostrecke hab ich schnell ein Schälchen gegessen, dann noch eins, das dritte bekam mein Mitarbeiter (er hat’s gelobt) und das vierte ist von selbst aus der Küche verschwunden.
Dumm nur: schlechtes Licht, Fotos unscharf …
Wenn man an einem Tag ein Gericht gleich zweimal zubereitet, dann hat’s geschmeckt!

Japanische Wollmispel