Reine Olivenölseife
brachte ich seit Anbeginn der Zeit von Frankreichurlauben mit.
So eine Seife reicht mir, da brauche ich keine Gesichtswässerchen und Cremes.

Und dann war da dieser Urlaub, als ich sie zu kaufen vergessen habe.
Panik!
Ein paar Stücke hatte ich noch, aber niemals würden die bis zum nächsten Urlaub reichen.
Nun, ich hätte auch einfach die paar Kilometer fahren können, aber ich hab ja diese Leidenschaft:
Alles -wirklich alles!- muss mindestens einmal selbst gemacht werden.

500g Olivenöl
168g destilliertes Wasser
62g NaOH (Natriumhydroxid, aus der Apotheke)

Dazu Schutzbrille, Handschuhe, kinder-und katzenfreie Wohnung
Alle Geräte müssen frei von Aluminium sein. Edelstahl und Kunststoff sind ideal.
Ich habe auch extra einen -billigen- Pürierstab nur zur Seifenherstellung.

Schutzkleidung anlegen und die Zutaten genau abwiegen.
Das NaOH vorsichtig in das kalte Wasser einrieseln lassen und so lange verrühren, bis es sich aufgelöst hat.
ACHTUNG! Im freien oder bei offenem Fenster arbeiten, es entstehen ätzende Dämpfe!
Die Lösung erhitzt sich aufgrund der chemischen Reaktion und muss nun auf Zimmerthemperatur abkühlen.

In der Zwischenzeit eine Holzkiste oder eine kleinen Karton mit Pergament oder Backpapier ordenich auskleiden.

Olivenöl auf 30°C erwärmen und die Natronlauge zügig aber vorsichtig dazugeben. Mit dem Pürierstab mixen, bis sich eine puddingähnliche Konstistenz ergibt.
Die Masse nun in die vorbereitete Form gießen und in Decken warm eingepackt ruhen lassen. Nach 2 Tagen kann die Seife in Stücke geschnitten werden.
Danach mindestes 6 Wochen ruhen lassen, bis die Verseifung abgeschlossen ist.

Auch wenn sich die Herstellung anfangs kompliziert anhört: das sind nur wenige Minuten Aufwand und das Ergebnis lohnt:
Eine unparfümierte, leicht überfettete Seife ohne weitere Zusatzstoffe.
Was will man mehr?