Da ich mir vorgenommen hab,
die Rezepte unserer Omas zu sammeln, zu erhalten, weiterzugeben,
gibt es heute gleich drei von Omas Besten:
Sauerbraten mit abg’schmelzten Spätzle und Kartoffelsalat.
Wie man an den Spätzle schon sieht: schwäbischer Art ist der Sauerbraten, nicht rheinischer!

Mindestens 1kg Rindfleisch (hier 2kg vom Bug) muss es schon sein, vorher faengt man nicht an.
Für die Marinade Brandtweinessig mit Wasser 1:1 mischen und aufkochen, Würfel von Suppengemüse dazu geben, Wachholder, Senfkörner, Lorbeerblatt, Nelken.
Abkühlen lassen und das Fleisch mindestens drei Tage darin an einem kühlen Platz einlegen.

Das Fleisch gut abtrocknen und zusammen mit dem Gemüse von allen Seiten in Butterschmalz anbraten.
Mit einer Kelle Marinade ablöschen, etwas reduzieren lassen und mit Rinderfond aufgießen (ich könnt wetten, Oma hat einfach Wasser genommen).
Ruhig noch von der Marinade zugeben, falls es nicht sauer genug ist. Salzen.
Mehrere Stunden auf niedriger Temperatur ziehen lassen.
Das Fleisch herausnehmen und warmhalten.
Die Sauce mit viel Sahne aufgießen und reduzieren, mit der Marinade, Salz, Pfeffer abschmecken. Nach Belieben mit Stärke binden.

Das Fleisch ist so kaum zu schneiden, es zerfällt bei Berührung. Auf dem Foto seht ihr das Resteessen vom nächsten Tag: Einmal ausgekühlt, fällt das schneiden viel leichter und man kann die Scheiben in der Sauce erwärmen.

Sauerbraten

Den schwäbischen Kartoffelsalat hat Johannes von stuttgart cooking sehr schön beschrieben.
Auf die Kartoffeln kommt es an!
Einige kleine Abwandlungen bei mir (ausser den Gurkenscheiben):
Essig, Salz und Rinderbrühe koche ich zusammen mit den Schalottenwürfeln kurz auf, rühre die übrigen Gewürze dazu und gebe diesen heissen Sud dann über die Kartoffelscheiben. Dann erst das Öl untermischen. Ziehen lassen und nachwürzen!
Und um eine extra Schlotzigkeit zu erreichen, hat schon Oma ein wenig Spätzlewasser zum Salat gegeben.

Und genau das ist der Grund, warum es Spätzle und Kartoffelsalat zusammen geben muss!