Gruene Sosse

Als in Nordbaden lebende Exilschwäbin war ich eigentlich immer recht zufrieden mit meiner Frankfurter Grünen Soße. Die gab es bei meinen Eltern, später bei mir selbst zum Spargel und bestand aus einer Menge irgendwelcher Kräuter, Mayonnaise, Sauerrahm, kleingehackten Eiern und dem ein oder anderen Gewürz.

Doch dann wagte ich, Spargel mit Grüner Soße in Hessen zuzubereiten.
Welch fataler Fehler!
So rigoros wurde ja noch selten eines meiner Gerichte angewatscht! Und das “Original”-Rezept hab’ ich dennoch -oder grad deswegen?- auch nicht bekommen.
Und völlig gleich, ob ich es aus Starrsinn, Ignoranz oder Ehrgeiz jahrelang trotzdem immer wieder gewagt habe:
Gestern hieß es zum erstenmal: “Schmeckt.”
Yes!

Gruene Sosse

2 Packungen TK-Kräuter für Grüne Soße (frisch gibt’s halt immer noch nicht)
Mayonnaise aus 1 Eigelb, Senf, Sonnenblumenöl
400g Creme fraiche
1 EL Dijon-Senf
2 EL Weißweinessig
Saft und Abrieb einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer
Mindestens miteinander verrühren.
Etwas pürieren hätten Farbe und Konsistenz nicht geschadet, war aber in der fremden Küche nicht möglich.

Roastbeef rundherum anbraten, mit Senf einreiben, salzen und pfeffern.
Abgedeckt in einer Auflaufform 3 Stunden bei ca. 100°C garen (keine Gewähr für den Backofen).

Junge Kartoffeln und Eier in Schale kochen.

Und weil bald Spargelzeit ist, hätte ich jetzt gern eure Grie Soß-Rezepte!