Claus hat’s auch schon gesagt: Es reicht langsam!
Seit Monaten Wurzelgemüse, Kohl, bittere Salate und kein Ende ist in Sicht.
Da kann ich schon verstehen, dass er sündigt.
War ja nur einmal, gell Claus?

Unsere Omas, die hatten noch große Gärten und ihr Gemüse für den Winter eingeweckt.
Mach ich vielleicht auch, wenn ich mal Oma bin.
An dieser Stelle mag ich den Nachwuchs vorsorglich um etwas Zurückhaltung bitten. JA!?

Bis dahin greif’ ich in größter Verzweiflung zu TK-Gemüse oder nein doch nicht:
die wasserreichen Sommersachen sind so doll nicht und die Wintersachen…hatten wir ja schon.
Ein wenig halt ich halt noch durch und weil’s den Fensterbankkräutern am Nordfenster auch langsam reicht, ging’s denen an den Kragen:
Wiener Schnitzel mit Bratkartoffelstampf, dazu Schnittlauch-Crème fraîche.

Wiener Schnitzel Bratkartoffelstampf

Über Wiener Schnitzel wurde schon genug geschrieben, da brauch’ ich unsere Zeit nicht verschwenden.
Schöne Oberschale gab’s beim Metzger und geschnitten wurden sie so dünn, da traute ich nicht mehr klopfen.

Die Kartoffeln habe ich gekocht, dann angebraten und grob gestampft.
Zwei Scheiben Bauchspeck und eine Zwiebel in Würfeln separat angebraten und mit gehackten Oregano, Milch und Sahne zum Stampf gegeben.
Mit Salz, Kubebenpfeffer und Muskat gewürzt.

Bratkartoffelstampf

Steph hat ein Rezept für Crème fraîche, das wurde nachgemacht.
Ich kenn das mit Zitronensaft anstatt Buttermilch. Geschmacklich zwar ein Unterschied, aber auch sehr sehr lecker. Streiten werde ich da nicht :)
Bei Edeka zB. gibt es Sahne ohne Carageen, die eignet sich. Aber Achtung beim Öffnen!
Mit ordenich Schnittlauch, Salz, Zitronenabrieb und etwas Olivenöl gab das den stumpfen Noten von Schnitzel und Stampf einen frühlingshaft-frischen Kontrast.

Geholfen hat’s meiner Sehnsucht doch nur kurz.

geschmorte Zwiebeln