Vor drei Wochen schon hat sich die mittelgroße Herdplatte unter einem letzten hellen Aufblitzen für immer verabschiedet.
Ausgerechnet die! Die ich ständig brauch’!
Naja, wahrscheinlich grad deswegen.
Verschlissen, die gute; totgekocht hab ich sie.

Der perfekte Anlass also, um meinen Siemens-Gutschein vom Cooking Cup in einen neuen Herd zu stecken. Wieso alle Herd und Ofen sagen, die Hersteller aber Kochstelle und Herd, kann mir wohl keiner erklären?
Noch nicht mal ein schlechtes Gefühl muss ich mehr haben, weil ich jetzt schliesslich nichts Funktionierendes ersetze.
Das wäre ja auch wirklich unschwäbisch gewesen.

Nur dauert das halt bis das neue Ding kommt und seitdem gibt’s nur Dreiplattengerichte.
Eigenich Zweiplattengerichte. Die kleine links hinten mag ja schon lang nur noch warmhalten.

Kotelett
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Das kann dann schon ein hin und her sein, wenn einen so hübsche Freilandschweinkoteletts anlachen:
Kartoffelstücke ankochen auf der ganz großen Platte, rein in den Ofen.
Koteletts anbraten, Kartoffeln raus aus dem Ofen, Fleisch rein in den Ofen.
Dazwischen nicht vergessen, Kohlrabischeiben samt Blättern in Kräuterbutter zu dünsten. Das geht ja zum Glück im kleinen Topf.
Jetzt nur noch die Kartoffeln anbraten und geschafft:
die Koteletts sind rosa, Esser sind da, die Mittagspause ist zuende.

Kotelett

Ich hab wohl zwischendurch doch etwas lauter geflucht, denn gleich nach dem Essen kam die Mail:
Die Kochstelle ist unterwegs – und ich freu mich, aber so richtig!

Damit ich das begießen kann, wurde mir direkt danach auch noch eine Probeladung Wein geliefert.
Schaut euch mal die Jahrgänge an! Ich bin ja gespannt, ob die ihr Alter vertragen.
Und trinkt das Auge eigentlich auch mit?
Ich geniese Wein zwar in der Regel eh nicht aus der Flasche, aber …

Mit wem soll ich denn jetzt nur anfangen?
Bioland-Wein