Also nun reicht’s!
Fragt doch Claus vorgestern, wie er aus Ananas einen Kuchen für die Omis backen
könnte und ich antworte ihm auch noch brav. Natürlich hat er was anderes gebacken, logisch.
Gestern dann Nachwuchsbacken mit Muffins, auch fein geworden.
Und heute mussten die resichen Johannisbeeren verschafft werden.
Zeig ich euch halt mal, wie gut ich backen kann!

Johannisbeertorte

Nein, ich backe nicht gern.
Backen ist ein bisschen wie fliegen. Man gibt das Steuer aus der Hand und weiß nie, was passiert.
Muss auf’s Gramm genau abwiegen, sich an Regeln halten.
Schickt es an den Start, betet ein wenig und hofft, dass es landet.
Beim Kochen, da kann man rühren und würzen und reduzieren oder verdünnen.

Trotzdem hab ich die Grundrezepte natürlich parat.
Ganz ohne kommt man ja nicht durchs Leben und so wurde es diesmal ein klassischer Mürbteig.
Backen sollte man den in sehr sehr dünne Böden.
Einfach dünn reicht auch, sonst kann man das nicht mehr handeln.
Den oberen Boden habe ich gleich in Tortenstücke geschnitten, das zahlt sich hinterher beim Aufschneiden aus.
Für die Füllung habe ich in gezuckerten Joghurt eingeweichte, ausgedrückte Gelatine -hallo Grunf- verrührt, nach dem Anziehen geschlagene Sahne untergehoben und passierte Johannisbeeren nur grob durchgezogen.
Geschichtet wird das ganze dann für einige Stunden kalt gestellt.

Und weil es gar kein Kuchen, sondern eine Torte ist, hatte ich gar nicht mal so große Versagensängste.

Mürbteigböden:
300g Mehl
200g Butter
100g Zucker
2 Eier
Salz
(etwas Teig blieb übrig)

Füllung:
500g Joghurt, 3,8%
150g Puderzucker
1/2 Zitrone, Saft und Schale (wollte Limette nehmen, die war nicht da?)
5 Blatt Gelatine
200ml Sahne
ca. 300g aufgekochte, passierte Johannisbeeren