Da muss ich ausgerechnet Paté de foie gras zu Weihnachten bekommen.
Das ist nicht korrekt, das wird nicht gekauft!
Foie gras

Die ist von der Auberge de la Klauss und der Monsieur Klauss redet mit seinen Gänsen
beim stopfen und spielt ihnen Musik vor. Macht es das besser?
Aber nun ist das Tier ja schon gestopft gestorben, wegwerfen ist also auch keine Lösung.

Und ehrlich gesagt: ich mags ja schon…
So angerichtet auf geröstetem Brot, mit einer Apfelscheibe, etwas Johannisbeergelee;
für die zwieblige Schärfe Schnittlauch und Radieschen: ja, da kann man die Franzosen dann doch verstehen.

Gänseleberpastete

Traditionell wird Süßwein dazu getrunken und praktischerweise war in der Kiste auch einer drin:
Ein Loupiac vom Chateau de Ricaud aus dem Bordeaux. Jahrgang 1988. Wow!
Nun, wenn man’s mag, ist das ein feiner Tropfen.
Toller Schmelz, sehr samtig und tief mit einem Hauch Säure.

Nach so viel Fett und süßem Wein verlangt’s den Körper nach was Klarem.
Und natürlich hat Monsieur Klauss auch daran gedacht:
Ein Mirabelle de Lorraine, fruchtig-weich – destilliertes Aroma!

So hatte ich heute unerwartet einen kulinarischen Ausflug nach Frankreich.
Ich werde auch weiterhin keine Stopfleber kaufen.
Aber wenn ihr mir welche schenken wollt: Für das nächste Glas habe ich schon eine Idee!

À votre santé!